Ärztephobie ist eher hinderlich…

23. Juni 2007 at 00:06:44 (Allgemein)

…wenn man wirklich krank ist.

Seit ich im jugendlichen Alter war (war… ;_;…^^), habe ich Ärzten gegenüber eine gewisse Abneigung. Es hat gar keinen richtigen Grund…gut, ich musste mit sechs Jahren mal zum Frauenarzt, der eher ein Metzger war, weswegen ich danach über zehn Jahre nicht mehr in die Nähe eines Ortes gegangen bin, wo solch ein Stuhl steht…

Aber sonst habe ich eigentlich keine Erfahrungen gemacht, dass sich diese Antipathie erklärt. Ich gehe wirklich nur, wenn ich halb am Sterben bin und das ist so alle fünf Jahre mal. Wenns dazwischen mal hart auf hart kommt, müssen mich mein Partner oder meine Freunde (jaaaa, maaaaa…^^) hinPRÜGELN. Anders gehts bei mir nicht.

Aus irgendeinem Grund bin ich wohl eine gute Diagnostikerin. Dr. House würde sich freuen. Leider stimmt meine Therapie „Ach,-ist-ja-nur…da-nehm-ich-mal-das….und-Arzt…ach-Quatsch…kriege-ich-alleine-hin…“ meist nicht so wirklich. Doch ich brauche lieber drei Tage länger mit einer Bronchitis, als zum Arzt zu gehen, mir sagen zu lassen, was ich eh denke und mir ein Antibiotikum verschreiben zu lassen, das ich nicht nehmen will.

Diesmal hat sich allerdings meine sonstige Strategie als falsch erwiesen. Seit Wochen habe ich leichte Schmerzen verdrängt, weil ich dachte: ach, geht schon wieder wech. Dann kam eine Schwellung, die man bei Drücken am Körper auch spüren konnte und meine Angst machte dicht…dann wurde es immer schlimmer und schlimmer…größer und größer…ich diagnostizierte richtig, besorgte mir die passenden Medikamente…doch es ging nicht weg.

Heute habe ich vor Schmerzen fast gebrochen und das war dann doch iiirgendwie ein Grund, meine Ärztin aufzusuchen. Die sagte, ich hätte richtig diagnostiziert…das sagte sie mir, kurz bevor sie mir dann den Kopf abriss, weil ich nicht viel früher gekommen war.

Als Strafe dann zückte sie eine sterile Klinge und schnitt das Ding OHNE BETÄUBUNG auf…Ich meine…ich bin ja schon eine, die einigermaßen hart im Nehmen ist (sonst hätte ich auch nicht so lange mit dem Arztbesuch gewartet…es tat ja schon Tage höllisch weh…), aber das war dann doch bisi viel… O.o Ich quiekte in ein grünes Papiertuch, während sie mich metzgerte.

Jetzt bin ich aufgrund der Schmerzmittel etwas betüdelt, aber erleichtert, dass nun alles geklärt und bald vorbei ist…

Ein Freund sagte mir heute, nachdem ich ihm das erzählt hatte:
„Nuja…deiner Ärztephobie wird das nicht wirklich geholfen haben…?“

Wo er Recht hat…

Gute Nacht…

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