Dana und der Stiefel

19. August 2007 at 03:08:44 (Allgemein)


Sa, 4.8. – Fr, 17.8.

Tja, da war ich in dem Land, das so aussieht, wie eine Damenfußbekleidung… vor ein paar Jahren war ich in der Toskana, da war es so wundervoll, dass wir diesmal beschlossen, Nord-ost-italien unsicher zu machen. Die Gegend um Venedig schien uns geeignet. So buchten wir und fuhren an meinem Geburtstag, 4.8. gen Süden.

Unser letzter Urlaub war ja ein komplettes Desaster , weshalb wir dementsprechend angespannt waren…

Samstag, 4.8.:TAG 1: ANKUNFT.

Ich war nicht SO gut gelaunt, weil es ja mein Geburtstag war und ich zehn Stunden im Auto verbringen sollte…aber was soll’s. Die Fahrt verlief sonst relativ reibungslos, ohne viel Stau und recht entspannt. Allerdings hatte ich schon in der Schweiz Heimweh, was ich aber für mich behielt…^^ Wir hatten uns ein Hotel in TREVISO ausgesucht. Das liegt hier:

und als wir uns dann durch ein Gewirr von Kreiseln geschlagen hatten, waren wir sogar auf der richtigen Straße. Via di Terraglio…so…nun nur die 175…hm….88….86…84…. öh…der Plan hatte uns aber in DIESE Richtung geschickt…MIST. Also andere Richtung. Wieder zum letzten Kreisel, durchnudeln lassen und mit Drehwurm, wüst irgendwelche verkehrsteilnehmenden Spinner beschimpfend (Italiener und Autos!!!! Òó), auf der anderen Seite herauskommen. Ha, nun gingen die Nummern aufwärts. Endlich. Tja…bis dann bei 123 keine Nummern mehr an den Häusern standen…große Einfahrten, keine Nummern. Alle möglichen Hotels ausgeschildert…unseres…ähm…
„Äh…du, wir sind schon bei 225…“
„Ach scheiße!!!“
Umdrehen, wieder zurück…

Nach dem dritten Mal wenden, wir glaubten schon, dass wir wohl den Zauberstab schwingen müssten, damit ein Haus aus dem Nichts sich dazwischen schiebe -.-, sahen wir endlich die Einfahrt. Eigentlich schön groß mit dem Hotelnamen dran…keine Ahnung, warum wir es nicht gesehen hatten! Das Hotel schön groß, schöner Park drum rum, gerade renoviert, viele Gebäudeteile neu dran gebaut. SCHÖN.

Abends waren wir dann zu müde, um uns noch eine Lokalität außerhalb zu suchen und speisten im hoteleigenen Restaurant. Ein FEHLER. „Weniger ist mehr“ galt anscheinend nur beim Essen, nicht aber bei den Preisen. Da ich aber Geburtstag hatte, buchten wir es unter „Zusatzgeschenk“ ab und betraten den Laden nie wieder…^^

Sonntag, 5.8.: TAG 2: TREVISO.

Dank einer Nacht in wirklich guten Betten in einem schönen Zimmer (wir waren SO erleichtert) und einem Naja-Frühstück (italienische Hotels sind da oft ganz schlimm…) machten wir uns gut gelaunt auf nach Treviso, der Stadt, an deren Rande unser Hotel lag.

Als erstes kamen wir an einer Kirche vorbei, auf deren Parkplatz alles proppenvoll mit Autos war. Ui, die Italiener sind aber gute Katholiken, dachten wir und gingen mal gucken. Lauter Lärm drang uns in die Ohren. O.o Komischer Gottesdienst…
Pfff, die Kirche war ZU! Aber nebendran war ein Boccia-Friendships-Cup! Große Bocciabahnen, wo immer Vierermannschaften gegen einander spielten. Es war total interessant zuzusehen, wie die das machen! Manche Kugeln wurden nur in die Nähe der kleinen Kugel gerollt, manche wurden geworfen…und mit welcher Präzision!! War echt klasse.

Treviso wird als Klein-Venedig bezeichnet. Ein wirklich goldiger und stimmungsvoller Ort:

War übrigens der mit dem Code-Klo, falls jemand oben meinen Blog gelesen hat…^^

Wir haben uns an dem Tag die Hacken abgelaufen und fanden es insgesamt sehr schön da. Trotzdem wollten wir am nächsten Tag nach:

Montag, 6.8.: TAG 3: VENEDIG.

Ich hatte die Nacht kaum schlafen können, weil ich SO schlimme Kopfschmerzen hatte. Anscheinend hatte ich mir den Tag davor einen Sonnenstich zugezogen. Aber warum?? Ich hatte doch meine Sonnenbrille auf! Die hatte ich mit Jonny und Ma in Berlin gekauft und ich mag sie sehr. Doch anscheinend war sie für diese Strahlen nicht gewappnet. Zu viel Licht ging durch. So musste eine neue her.

Die „zu Helle“: besser für meine Augen:

Und damit ging es dann echt besser. So sehr ich meine Brille liebe und so schön die Farben damit strahlen, sie lässt einfach ZU viel durch. Autsch.

Wir fuhren mit dem Bus nach Venedig-Busparkplatz und liefen dann los.

Kaum über die erste Brücke gekommen, krischen die Gondolieri nach uns. Ich muss unglaublich lauffaul aussehen, denn sie überboten sich, uns mitzunehmen…man war so gnädig und handelte sich selbst lautstark von 80€ auf 55€ runter und war dann dementsprechend geknickt, dass wir der Show nur mit no, grazie „widerstanden“. Das war auch GUT so, denn sonst hätten wir die hervorragende Blues-Combo verpasst, die einfach in einer von Venedigs Gassen wirklich tolle Sachen spielte. Mit einem kalten Eistee setzten wir uns auf die Stufen eines der großen schönen Häuser und hörten zu. Herrlich.

Venedig ist traumhaft. Und wir hatten Glück: tolles Wetter und KEIN Gestank^^. Oft heißt es, dass Venedig gerne mal bisi müffelt, weil das Wasser in den Kanälen stehen bleibt. Wir haben davon glücklicherweise nichts gemerkt.

In Italien gibt es insgesamt 2049524058264857620457602456024 Kirchen. Die Hälfte davon in Venedig. An jeder Ecke eine. Wir wollten in eine wirklich schöne hinein: Eintritt. Na toll. Egal, die war schön groß, also zähneknirschend bezahlt und rein gegangen. Hinter uns ging ein Tumult los. Eine junge Dame um die 20, mit einem leichten Spaghettiträgertop bekleidet, wollte an uns vorbei, da wurde sie von den „Wachen“ der Kirche gegriffen und zum Ausgang geschleift. Das Mädel, Engländerin, verstand kein Wort und bekam es mit der Angst zu tun…^^ An der Türe bekam sie ein großes Papiertuch, das sie sich um die Schultern packen musste. Jaha, in Italien NUR bedeckt in Kirchen. So isses.

Am Eingang zum Hauptschiff ein Riesenschild: nicht telefonieren, Kinder an die Hand, keine Hunde, kein Essen, kein Trinken…alles nachvollziehbar. ABER: KEINE FOTOS!!!! WAS?????????????????????????? Forget it. Ich hatte bezahlt, das gibt’s wohl nicht! Somit schoss ich elegant „aus der Hüfte“ ohne Blitz…und die Fotos sind erstaunlich gut geworden^^

Chorgestühl Seitenaltar

Auf dem Markusplatz wurden wir dann von Menschen und Tauben (siehe Blog) erschlagen…worauf wir dann mit dem Bootstaxi (wie ein Bus auf Wassern^^) zurück gefahren sind. Das war klasse. Abends tat uns alles weh, aber gelohnt hat sich der Tag.

Dienstag, 7.8.: TAG 4: CAORLE etc.

Da uns alle Knochen wehtaten, wollten wir heute etwas Ruhe einkehren lassen und eine größere Strecke mit Stationen FAHREN. Enttäuschung… die Strecke war sehr trist. Wenig typisch italienische Bebauung, eigentlich sah es so aus wie in unseren Städten auch. Durch Oderzo und die umliegenden Orte sind wir also schnell weiter, erst in Portogruaro hielten wir an. Da war es dann aber auch wirklich schön. =)

Der Witz: irgendwie sind erstens viele Kirchen in Italien OHNE angebauten Kirchturm errichtet worden. Der Kirchturm steht oft abseits der Kirche und komplett alleine. Man nennt ihn CAMPANILE, den Glockenturm. Und weil er da so alleine vor sich hinsteht und total traurig ist, ist er meist total SCHIEF.^^

Ich hätte da als Bewohner des Nachbarhauses echt irgendwie bisi Angst… O.o ^^

Danach ging es nach Caorle. Das ist eine totale Touristadt…sind auch nicht lange geblieben, aber mal am MEER gewesen!! JUHU! Endlich. Ich mag das Meer. Blaue Weiten…wenn nur die ganzen Leute da nicht wären! Wie die Grillhändl…schlimm. Wir haben uns einen abgelegeneren Bereich gesucht und den Strand gemieden. Das Witzige: am Strand, auf dem äußersten Zipfel, steht eine Kirche…so was hab ich auch noch nie gesehen.^^

Die eine Meerumsäumung ist felsig. Und das Interessante: Künstler haben aus den groben Steinen Kunstwerke herausgearbeitet. Total toll! Da mein Grafiklimit erreicht ist:

klick klick klick klick

So…dies war der erste Streich…doch der zweite folgt … morgen. ;P

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