WARGH

29. September 2007 at 00:09:55 (Allgemein)

WARGH, vor lauter BLITZ-Schreiberei komme ich hier gar nicht mehr zum Bloggen.

Dafür steht das Interview und auch meine Kolumne „Charis‘ Corner“ wird’s wieder mal geben. =) Hach, war ich mal fleißig diesen Monat.
Wie jetzt….Schleichwerbung ist in Blogs nicht erlaubt?
Dann denkt’s euch weg…

Aber gerade vorhin ist wieder was passiert, wo ich einfach…argh!! Lest selbst.

Ich hatte heute Abend eine sehr anstrengende Chorprobe.
SEHR anstrengend.
Ich bin daraufhin meist nicht SO gut gelaunt, wenn ich von dort dann wegfahre. Vorher muss ich gut drauf sein, überschauspielern, dass mich einiges nervt, damit die Stimmung nicht kippt…aber danach, da will ich dann meine Ruhe.

Leider hatte mir mein Auto, bzw die Benzinanzeige sehr deutlich klar gemacht, dass ich mich zumindest unter ein PAAR Menschen begeben müsste, die mir Geld für Benzin abnehmen. Gesagt, getan. Ich fuhr also eine kleine Schleife und zur Araltankstelle in unserer Stadt. Die hat einen kleinen McDonalds angeschlossen.

Prima, gleich auch nen Burger zum Abendessen mitnehmen.

Ich tankte, bezahlte und stellte mich an der Schlange an. Eine Bedienung, eine Kasse offen, einer, der hinten die Burger zusammen kloppte. Man kann es ja positiv sehen, er machte alle frisch…aber das hieß, es war kein einziger Burger in der Ablage und man bestellte und die wurden DANN erst komplett neu gemacht…Brötchen in den Ofen und so…vor mir bereits fünf Leute, hinter mir nochmal fünf…und die Dame an der Kasse hatte die Ruhe weg. Und der Brötchenklopper auch.

Ich holte tief Luft, aber der vor mir war schneller:

„Ey, habt ihr keine Leute mehr hinten??“

Großer Blick von der Bedienung.

„Doch…schon?“
„Haben die Pause oder was?“
„Ja…?“
„Meinste, dass die grad Pause haben SOLLTEN??“

Sie guckte sich im berstend vollen Raum um (es waren gerade noch drei reingekommen)…“öhm….“
Daraufhin schlappte sie nach hinten und kam mit einer Frau und einem Mann zurück. Der Mann stellte sich neben den Brötchenklopper und lenkte ihn ab, die Frau kam an die andere Kasse, entdeckte aber gleich jemanden, den sie kannte:
„Ey, Alla!!!! Wie!!!!“
Glücklicherweise drehte sie so halb den Kopf in unsere Richtung und fragte den Nächsten etwas lieblos, was er denn wolle. Er setzte an zum Bestellen, da krisch die „Dame“ wieder los:
„Wo isn der XXX?????“

Man glaubt es nicht. Die Halle voll von Leuten, die auf ihr Zeug warten…mir schwoll echt die Halsschlagader…schön ruhig, nicht aufregen…
Man begann sich untereinander zu unterhalten.
„Wie lange warten Sie schon?“
„Oh, ich war schon dran…“
„Ach ja…? Warum sind sie dann noch hier?“
„Ach, ich habs ja noch nicht…“
„Und wie lange warten sie schon?“
„Nuja…so…14 Minuten…“

Ich wollte mich schon umdrehen und gehen, als mich die andere der beiden Damen erwartungsvoll anschaute. Seufzend bestellte ich:
„Einen Doublecheeseburger.“
„Noch was dazu?“
„Nein.“
„Kein Getränk, keine Pommes?“
„NEIN.“
Mit welch verächtlichem Blick sie abkassierte…
„Zweifuffzig.“
War ihr wohl zu wenig der Einnahme.

Ich bezahlte, doch natürlich war die Riege der Doublecheeseburger genauso leer und verwaist wie die anderen Bereiche auch. Ich stellte mich also etwas weiter hinüber und wartete. Nach fünf Minuten ein Schwung Cheeseburger. Aber normale. Bestimmt zehn Hände streckten sich nach ihnen aus und weg waren sie. Da die meisten der Leute aber mehr bestellt hatten, leerte sich der Raum nicht wirklich. Wenn ich was hasse, dann Menschenansammlungen!

Nach weiteren zehn Minuten, der Raum war noch voller als vorher, kamen endlich zwei Doublecheeseburger. Und dann lagen sie da. Keiner erbarmte sich ihrer. Und sie wurden kälter…und kälter…
Als die eine „Dame“ schon wieder einen neuen Kunden bedienen wollte, der dann auch zum Warten verdammt sein würde, konnte ich mich nicht mehr halten.
„Sie wissen, was ich bestellt hatte?“
Sie guckte mich an wie ein Fisch.
„Also…zu Essen?“
„Ähm, ja?“
Auf was warten Sie dann?“
„Ähm…he?“
(Wie bitte…das heißt wie bitte, du Pflaume…)
„Die Burger liegen seit einer Weile da hinten. Ich stehe hier. Zwei Meter von meinem Essen entfernt. Ich bräuchte IHRE Hilfe, um dahin zu gelangen. Zu meinem Essen. Das ich schon bezahlt habe. Dann könnte ich nämlich ENDLICH diesen Raum verlassen!!!!!“

Mit einem Blick, der mir sagte, dass ich weniger sei als Abschaum, während SIE ja die tolle Verkäuferin da war, gab sie mir den Burger. Wenigstens spuckte sie nicht vor allen Leuten drauf…

Nunja…als ich ihn öffnete und nach dieser ewigen Warterei diese klebrige Matsche sah…wusste ich, warum ich eindeutiger Burgerkingfan bin…und warum ich NIE wieder einen Mäkkes betreten würde…

Advertisements

Permalink Schreibe einen Kommentar

Die IAA…

25. September 2007 at 02:09:20 (Allgemein)

…sollte man ja schon mal gesehen haben. Oder so.

Seit Jahren will ich da mal hin. Echt seit Jahren.
Schließlich ist sie bei uns direkt vor der Türe.
Bis gestern war ich nicht.
Bis gestern.

Am Freitag wedelte mein Partner mir freudestrahlend mit zwei Karten für Sonntag vor der Nase herum. Kurzfristig? Achwaaaaas…er hätte ja auch Samstag Abend damit kommen können. =) -.-
Naja, so fuhren wir dann am Sonntag gen Frankfurt.

Um neun machte die Messe auf.
„Denk dran, dass du früh genug aufstehst! Du brauchst immer so lange, ich will nicht warten müssen!“
„Jaaaaaaa………………………-.-“
Ich stand also am Sonntag um sieben Uhr auf, damit wir um acht los konnten. Als ich fast fertig war und es viertel vor acht zeigte, stand mein Partner immer noch in Schlafanzugshose herum.
„Ähm…wollten wir nicht um acht los?“
„JA…. ich bin gleich fertig.“

Interessant, wie ein Mann in zwölf Minuten geduscht, rasiert, angezogen und abgefüttert sein wollte, aber naja. „Pünktlich“ um viertel vor neun (-.-„““““) fuhren wir dann wirklich endlich los und erreichten um zehn nach neun Frankfurt. Stau.
Ich verkniff mir jeglichen Kommentar über’s ZuspätkommenwegenTrödelei und schaute nur provokant fragend zum Fahrersitz. Mein Partner kniff den Mund zusammen und fuhr Richtung Innenstadt. Da er in Frankfurt arbeitet, kennt er sich bisi aus. Dann strahlte er, denn ihm war eine Idee gekommen.
„Du, an der Festhalle selbst ist ein Eingang, das weiß ich! Ich setze dich da ab, parke das Auto, du kaufst schon mal die Eintrittskarten und wartest da.“
„Wo parkst du das Auto?“
„Im Parkhaus der Firmenniederlassung hier ums Eck. Da kostet es nichts.“
„Ahja, PRAKTISCH…“

Ich wars zufrieden, stieg aus und lief Richtung Festhalle.
Mich wunderte es schon ein wenig, dass kaum Leute in meine Richtung liefen…als ich bei der Festhalle angekommen war, WAR dort ein Eingang. Ja.
„Guten Morgen, Ihr Ticket?“
„Guten Morgen…das wollte ich gerade kaufen…“
„Ja, aber nicht HIER. Da müssen sie daaaa (sie zeigte in großer Bewegung einen Kreis quasi um das Viertel) lang und zum Messe-Haupteingang“

Schauen wir nochmal: Tatsächlich…er hatte gesagt: „Du, an der Festhalle selbst ist ein Eingang, das weiß ich! Ich setze dich da ab, parke das Auto, du kaufst schon mal die Eintrittskarten und wartest da.“
Von Tickets, die man in Bagdad kaufen musste, kein Wort.
Ich lief also los, halb um das riesige Gebäude rum und fand den Eingang mit den großen Schaltern. Dort begab ich mich in die stattliche Schlange und wartete eine Viertelstunde. Das Warten wurde belohnt. Die Dame am Schalter blickte mich freundlich an und fragte mich dann, ob ich denn wüsste, dass es auch Studentenermäßigungen gebe. Ich fiel ihr gedanklich um den Hals und erklärte ihr meine Freundschaft bis dass der Tod…und so weiter.

Alles in allem waren nun 25min vergangen…ich ging nach draußen und wartete. Nach weiteren 12min kam endlich mein Partner angekeucht. Er habe noch blablablabla…egal was…aber es hatte LANGE gedauert.

Wir spazierten nach innen und ein toller Tag begann.

In Halle 1 war Tuningzubehör etcpp. Unter 1.1 sollten auch ein paar getunte Wagen stehen. Mich interessierte sowas…aber klar, wenn man eine Karte geschenkt bekommen hatte, hatte man sein Mitspracherecht dafür eingetauscht, so wie es aussah.
„Was willste denn bei aufgemotzten Opel Mantas??“
„Ähm…na klar…was anderes wird da auch nicht stehen…jo…“
Um Stress zu vermeiden, ging ich mit ihm weiter und verzichtete.

Halle 2: Mercedes.
Tja…blöd für alle, die danach kamen.
Mercedes hatte sich wahrscheinlich mit endlos viel Kohle, dem richtigen zeitlichen Riecher und der gewohnt fordernden Art (wir sind die führende und tollste Marke!!!) direkt vorne hingesetzt. Sie boten eine RIESENSHOW. Eine Viertelstunde Lightshow, verbunden mit den neusten Modellen, wechselnden Raumfarben und einer tollen Filmmusik, die bestimmt geklaut, aber gut war, bot sich unseren Augen. Ich bekam den Mund nicht mehr zu, sowas hatte ich noch nicht gesehen.

Hier mal ein Foto, das ich gemacht habe, welches die Stimmung aber nur zu einem Bruchteil einfängt:

Jedem, der mal die IAA nächstes Jahr besuchen will, rate ich: macht Mercedes zum SCHLUSS…alles andere kann da einfach nicht ranreichen.

Halle 3: Audi, VW hauptsächlich…
Das schönste an der Sache waren immer die sogenannten „Studien“…Autos, die als Prototyp oder als Vorprototyp gebaut sind und dort ausgestellt werden mit dem Hinweis: „ab 2022 auf dem Markt“ oder so ähnlich…^^ Die meisten waren einfach total KLASSE.

Schaut, hier mal ein Beispiel (natürlich von…MERCEDES):


…einfach nur g….ganz toll!

Während wir uns die Automobile so anschauten und durch die Hallen wanderten, fielen mir die Menschenmassen immer mehr auf. Es füllte sich zusehends und es war einfach lustig, die Leute ein wenig zu beobachten. Da mein Partner sich wie ein kleiner Junge in jedes zweite Fahrzeug hinein setzen wollte, hatte ich dazu genügend Gelegenheit.
Meine Erkenntnisse dazu:

  • Aufgemotzte Titten und geliftete Wangen erkennt man aus dreißig Metern Entfernung…und sie sehen BLÖD AUS!
  • Kinder unter vier Jahre mit auf die IAA zu nehmen, grenzt an Selbstverstümmelung.
  • Kinderwägen sind NOCH schlimmer.
  • Männer, die sich in ein Auto zur Probe setzen, dass sie niemals bezahlen können, dann, die Schlange davor ignorierend, sämtliche Knöpfe ausprobieren und man sich fragt, ob man Brot und Salz zum Einzug kredenzen sollte, sind IGNORANTE VOLLPFOSTEN! -.-
  • Menschen, die nur auf eine Messe gehen, um sich bei jedem Stand sämtliche Präsente geben zu lassen und die in große mitgebrachte Tüten stopfen, sind einfach nur peinlich.
  • 34% der gesamten IAAbevölkerung waren so drauf.
  • Es sind NUR Frauen in den Servicecentern…und keine ist älter als 25.
  • Mein Vertrauen in diese Frauen ist schier grenzenlos…verschwindend.
  • Die Nächste, die mit einem Umfragencomputer irgendwo in meine Nähe kommt, wird eines qualvollen Todes sterben.

Auch zu den Autos etcpp hatte ich Erkenntnisse:

  • Der neue Peugeot 308 ist GEIL!!!!!111111 Vor allem das Coupé!!
  • Dasselbe gilt für den neuen Fiat Bravo (der ist total süß und bezahlbar!).
  • Der Hype um Ferrari ist absolut hirnverbrannt und führt nur dazu, dass man Panik vor diesen Massen bekommt und der Halle fern bleibt.
  • Fiat war in derselben Halle. -.-
  • VW ist einfach LANGWEILIG.
  • Der Ford Fokus wird auch nicht interessanter, wenn man ihn pink anmalt.
  • BMW mit seiner eigenen, aufblasbaren Halle und alles in blauweiß war einfach nur depp, langweilig, laut und voll.
  • Kaum eine Halle war klimatisiert.
  • Die Autos waren toll beleuchtet…ich konnte schöne Fotos schießen. =)
  • Ich bin definitiv zu viel gelaufen an dem Tag.
  • Ich wurde definitiv zu viel herumgeschubst.

Nachdem wir alle Hallen abgegrast hatten (ein paar unwichtige Marken hatten wir ausgelassen), fühlten sich meine Füße an, als hätte sich die Erdanziehung um das Zehnfache gesteigert…ich konnte nicht mehr.
Wir ließen die Messe hinter uns, um „um die Ecke“ zum Auto zu gehen.
Als wir das Gebäude verließen, stand der Außenplatz voll mit ColaZeroStänden. Die Leute da gaben sie einfach aus…ich blieb staunend stehen und meinte nur zu dem einen Typen, der sie ausgab:
„Ähm…die gibts so?? O.o“
Wer es nicht versteht: ich machte meiner Verwunderung Luft und freute mich, dass es so eine Aktion gab. Die Reaktion:
„JAA, DIE GIBTS SO!! SOO…wie sind SIE denn drauf?? Reden Sie immer so??“
Er deutete auf meine Kamera:
„GIBTS DIE SOOO????“

Ich stand da und überlegte, was da gerade über mich herein gebrochen war.
Ich überlegte ernsthaft, ob man hier vergessen hatte, einem menschlichen Versuchskaninchen nach missglückter OP das Ziegenhirn wieder zu extrahieren…nunja, ich schob sanft abwehrend, die mir brüsk entgegengehaltene Coke Zero zurück und meinte nur liebevoll, wenn das Getränk mich zu so etwas wie IHM mutieren würde, würde ich doch mein Leben lang lieber davon Abstand nehmen…
Ich liebe es, wenn ein Abgang funktioniert. =)
Das Beste war, dass er, als ich etwas weiter weg war, sich aus der Erstarrung löste und wie ein Rohrspatz zu seinen Kolleginnen schimpfte.
„Ach halts Maul…“ war eine der helfenden Antworten…ich musste schon sehr grinsen. Man sollte nicht solch einen menschenbezogenen Job machen, wenn Amöben die einzigen Lebewesen sind, die den Umgang mit einem selbst aushalten…

Dann gingen wir los Richtung Auto.
„Um die Ecke.“
Nach einer halben Stunde strammen Fußmarsches wagte ich zu fragen, wo das Auto denn bitte stünde!
„Naja, da vorne und dann noch so….zweieinhalb Kilometer…“

Kennt ihr diesen Wunsch, jemandem wirklich weh zu tun?
Er war in diesem Moment übermächtig…

Ich war sieben Stunden wie wild auf dem Gelände rumgerannt, war wirklich totmüde, hatte zu neue Schuhe angezogen, die mir zwei Blasen gemacht hatten und war ja schon ne halbe Stunde gelaufen…mir tat ALLES weh! Ich war so sauer…“um die Ecke“….

Als wir dann das Auto erreicht hatten, setzte ich mich hinein und schlief fast augenblicklich ein…

Trotz der Schmerzen in den Beinen und an den Füßen war es ein wirklich schöner Tag!

Nacht…

LICHT AUS!!

Permalink Schreibe einen Kommentar

DIESE SCHEISS ANGST…

21. September 2007 at 11:09:52 (Allgemein)

Gleich vorneweg…das ist kein Lachbeitrag…wer also nur Amusement haben will, kann wieder schließen…

Ich bin wütend.

Unglaublich wütend.

Wütend auf MICH.

Dass ich das nicht in den Griff kriege.

Seit ich klein bin, leide ich unter Angstzuständen. Die sind schlimm, die sind akut echt heftig und irgendwie kriegt man mich da nicht behandelt.

Grund: ich habe als kleines Kind bei einem Horrorstreifen unerlaubt ein wenig zugeschaut, bevor mich meine Eltern entdeckten. Der Exorzist…das verkotzte, besessene Mädchen mit tiefer Stimme setzt sich im Bett auf…eine schlimme Fratze…seitdem habe ich eine Störung.

Früher war es noch schlimmer. Wenn mir jemand aus der Familie schnell auf einer Treppe hinterher ging, drehte ich mich um, schrie und schlug.

Inzwischen habe ich mich soweit im Griff, dass ich wenigstens damit leben kann. Ich heule nicht mehr gleich panisch los, wenn es abends mal dunkel ist beim Heimlaufen…es ist immer noch furchtbar, aber ich kann mich beherrschen.

Das Problem ist meine übergroße Fantasie. Sobald ich etwas im Dunkeln nicht überblicken kann, reime ich mir Dinge hinein…horrormäßige Dinge, ziehe Parallelen zu schlimmen Sachen und steigere mich automatisch in eine Angst hinein. Und dann geht nichts mehr. Ich zittere, meist laufen einfach die Tränen…das ist auch mit solchen Schockvideos so. Seit ich mal eins sah (und nicht wusste, dass es eins ist) erschrecken mich plötzlich auftauchende Dinge im Net unglaublich…

UND DAS ALLES NERVT MICH SO!!!
Meine Güte, ich bin eine erwachsene und nicht allzu blöde Frau…und trotzdem…diese Ängste lähmen mich manchmal! Ich kriege das nicht abgestellt trotz Autohypnose (nein, ich hypnotisiere keine Kraftwagen…) und Behandlung…es ist zum Kotzen, ehrlich.

Heute habe ich zB vielleicht zwei Stunden geschlafen. Ich war alleine zu Hause und kurz bevor ich ins Bett wollte, sah ich in mein dunkles Balkonfenster…und meine Zimmerpflanze spiegelte sich so komisch darin, dass es aussah, als würde da jemand sitzen…das wars. Aus, vorbei. Lichter an, Musik laut auf und versuchen, das Zittern in den Griff zu bekommen…

IMMER DIESE SCHEISSE, ECHT!! ;_;

Da könnste nur noch ausrasten…

Sorry…aber das musste mal raus!!!

Permalink Schreibe einen Kommentar

Also…als Musikerin, da machste was mit

19. September 2007 at 01:09:10 (Allgemein)

Wirklich.

Es gibt Leute…da fragst du dich echt, ob’s noch dreister geht. Und unter uns neurotischen Musikern gibts davon extrem viele.


Dreist ist:

Eine Schülerin von mir wurde von ihrer Mutter abgemeldet. Sie kommt nicht mehr in den Unterricht, hat den Spaß verloren.

Das ist an sich schon mal möglich und für mich nichts Schlimmes, passiert es doch selten und wenn, dann meist begründet. Hier ist es so, dass diese Schülerin eh keinen Plan hat, wirklich nicht zu den Schlausten der Gattung Mensch gehört, aber eine Riesenklappe hat. Von daher bin ich ganz froh, dass es vorbei ist. Die Quälerei hat ein Ende.

Das Dreiste an der Sache:

Als sie von ihrer Mutter angemeldet wurde, fragte diese:
„Sagen Sie…wir haben uns ja ein E-Piano gekauft…“
(Ich bekam meine erste kleine Krise…Klavierüben auf einem EPIANO…na toll…)
„…und die frühere Lehrerin meinte, das würde reichen, nach vier Jahren könne meine Tochter eh alles.“

WHOOOOOOOOOOOOOOT????????

Nicht mal Gott persönlich kann nach vier Jahren richtig Klavier spielen!!!! Jeder, der mal in die Tasten gehauen hat oder noch haut, weiß, dass man nach vier Jahren gerade mal in der Lage ist, mittelschwere Stücke zu spielen und das nur, wenn man wirklich übt!!

Naja, ich lächelte erstarrend und erklärte der Mutter ruhig, wie das lief. Allerdings bekam ihre Tochter das wohl nicht mit, die beguckte sich in der Zeit das Studio.

Gestern habe ich dann mit ihr ein Gespräch geführt.
„Rojin, du übst nicht gescheit. Wie oft spielst du in der Woche?“
„Naja…so…zweimal?“
„???? Und wie lange??“
„Hm…ich spiels meist…so zweimal durch…“

Das sind die Momente, wo man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll. Wie soll ein Kind da weiter kommen. Es ist ja NICHT so, als hätte ich ihr das mit dem Üben nicht schon tausendmal gesagt…ach was…
„Rojin, du musst JEDEN Tag üben!! Und mindestens ne Viertelstunde!!!“

Sie guckte sich dann nach meiner Predigt die Fotos an den Wänden mal wieder an…
„Dana, wie alt ist das Mädchen da?“
„20.“
„Waaaaaaaaas??? Und die spielt immer noch Klavier???“
„Ja. Sie fing mit 10 an und spielt immer noch. Auf dem Foto ist sie bei einem Wettbewerb auf der Bühne.“
„Man…man spielt also SO lange???“
„Man KANN. Zu lernen gibt es immer noch was.“

Die Kleine packte schweigend ihre Sachen am Ende der Stunde…
Tja…und einen Tag später rief die Mutter an, dass das ja alles keinen Sinn mache, etcpp.

Da fragt man sich echt, was sie dachte, was Klavierunterricht sei…

Dreister ist:

Am Sonntag war in unserer Gemeinde Kinderwortgottesdienst. Das ist der einzige Gottesdienst, zu dem ich mich als Organistin verpflichten lasse, weil da Lieder gewünscht werden, die die „normal studierten“ Organisten alle nicht wirklich spielen können und somit auch nicht gerne spielen. Dieser Gottesdienst ist IMMER am dritten Sonntag im Monat. Seit bestimmt mittlerweile 6 Jahren.

Da mich sonst das Ge-orgel im Gottesdienst nicht wirklich interessiert, gehe ich auch nicht auf die Organistentreffen. Aber sonst kriege ich immer einen Plan, wann wer dran ist. Diesmal nicht.

Ich komme also wie gewöhnlich am Sonntag in die Kirche, bespreche mit dem Pfarrer die Einzelheiten, da kommt wie eine Furie eine der Organistinnen reingeschneit.
„WAS bitte machen SIIIIIIIIIIIEEEEEEEEEEEEEE *Finger auf mich zeig* denn da????“
„Ähm…Kinderwortgottesdienst? Ich spiele?“
„ABER SIE SIND NICHT EINGETRAGEN!!!!!!!!!!!“
„Ähm…wo ist denn ein Plan, wo ich nicht hätte eingetragen werden können?“
„Wir haben das letzte Mal im REGEN gestanden und die Termine eingetragen, weil das Pfarrzentrum zu war!!! SIE kommen ja nie!!!!“ *wieder der Fingerzeig auf mich*
„Hm. Ich komme nicht, weil KLAR ist, dass der dritte Sonntag im Monat Kinderwortgottesdienst ist mit modernen Liedern. Und das nicht erst seit gestern.“
„Jetzt werden Sie nicht unverschämt!!!!!!!!!!!!!!!!!“

Der Pfarrer guckte entsetzt zu der Dame, deren Stirnader hervorschwoll und schaute mich dann hilflos an. Schlappschwanz. Ich wehrte ab.
„Gucken Sie MICH doch bitte nicht so an…ich kann da nichts für…“
Ich DACHTE nicht dran, ihm da rauszuhelfen, schließlich kam von ihm kein einziges Wort der Verteidigung für mich gegen diese dampfende Matrone.
Wir „einigten“ uns dann, dass ich spielen sollte. Als sie hörte, dass ja die modernen Lieder dran waren, die sie eh nicht beherrschte, überließ sie mir zwar motzend, aber GROOOOSSZÜGIGST das Feld.

Ich dachte, das Thema sei gegessen.
Als ich dann, nach der Absprache mit dem Schlappschwanzpfarrer, auf die Empore kam, um an die Orgel zu gehen, standen ALLE drei Organistinnen da. Man sah schon, was Thema war. Madame dampfende Matrone stand da, wild gestikulierend, während die anderen beiden wie die Geier mit glänzenden Augen zuhörten und wild nickten. Jaja…ich wieder. So unverschämt und unhöflich…ich hatte gewagt, subtil anzudeuten, wie bescheuert man eigentlich sein konnte, nach 6 Jahren immer noch nicht zu wissen, wie es lief. Naja.

Ich ging zu der Truppe (Christen unter sich…die Allerschlimmsten, sag ich euch!!) und hielt lächelnd den Zettel mit der Liedordnung hoch:
„Ok. Es scheint ein großes Problem zu sein, dass ich heute spiele, auch wenn ich das schon seit Jahren immer am Dritten machen muss. Ich werde es dann also ab heute lassen, damit Sie Ruhe finden. Wer möchte also?“

Stille.

Entsetzen.

Panik.

Wie schnell solche Frauen doch in der Lage sind, von jetzt auf gleich von gallensauer auf zum Erbrechen süß umzuschwenken…

Am dreistesten ist:

Es gibt Leute, die im Gesang ungeübt sind.
Singen kann eigentlich jeder, der zwei gesunde Stimmbänder hat. Es ist eine Frage der Übung.

Es gibt Leute, die sangesungeübt sind und in einen Chor gehen.
Verstehe ich auch noch. Man versucht sich halt langsam vorzutasten. Viele Menschen lernen so wirklich nach einer Weile, gerade Töne zu singen.

Und dann kann es leider passieren, dass es eine Ansammlung von Menschen gibt, die nicht singen können. Dumm, wenn die sich in einem Chor ansammeln!
Was macht man dann als Chorleiter?
Richtig. Aufbauarbeit. Man macht Stimmbildung, Sprecherziehung, nimmt einfache Stücke und arbeitet daran mit den Leuten.

Was macht man nicht?
RICHTIG, man geht NICHT in die Öffentlichkeit!!
Und wenn man das doch tut, dann mit was ganz Einfachem…aber eigentlich…man geht eher nicht in die Öffentlichkeit mit einem Chor, der fast komplett aus Nichtsangesmenschen besteht.

Am Samstag war großes Benefizkonzert einer Chorvereinigung, die hundertjähriges Bestehen feierte. Dazu hatte sie Chöre der Umgebung eingeladen, unter anderem auch mein Vokalensemble. Da ich die nicht kannte, sagte ich zu. EIN FEHLER.

Bevor es losging, rannten gewichtige Menschen mit roten Blusen oder Uniform durch die Gegend, die Nase sehr hoch oben, man war ja schließlich im Verein gerade HUNDERT geworden…und darauf sehr stolz. Man hatte ja extra MEHR Lieder als die anderen, eingeladenen Chöre einstudiert, weil man ja Jubi hatte und man sang selbstverständlich am Anfang und am Schluss, weil man ja die Höhepunkte bildete.

Ich hatte gerade so Glück, dass ich keine Eintrittskarte lösen musste, als ich schüchtern fragte, ob Chorleiter auch müssten. Das dann doch nicht.
Drinnen platzte alles aus den Nähten, jung und alt und viele wichtige Leute waren eingeladen worden und thronten auf den vorderen Plätzen. Dann ging der Vorhang auf, ein riesiger Chor stand da. Viel Geld war in die Bühnendeko geflossen, der Chor hatte sich nicht lumpen lassen.

Hätten sie mal lieber nicht am Dirigenten gespart!!
Er fing an zu dirigieren und ich lachte beim Anblick des absolut hyperaktiven, völlig unnötige Bewegungen machenden, herumfuchtelnden und springenden Menschen fast laut los. Nur FAST, weil der Schock über die Darbietung mich wirklich auf meinem Sitz gefrieren ließ. Der Chor sang nach dem Prinzip: „Verpasst?? Och, der nächste Ton kommt bestimmt!“
Ich habe in meinem Leben noch nie so einen schlechten Chor gehört. Das kann man sich kaum vorstellen.
Ich lästere wirklich nicht über Menschen, die etwas nicht so gut können. Ich kann auch nicht alles gut und man kann lernen.

Aber sich so derart aufzuplustern, wie es dieser Verein getan hatte und dann Unterirdisches zu bieten (da saß echt kaum ein Ton gerade!!), war schon wirklich das Dreisteste, was ich seit langem erlebt hatte. Ich hielt den Abend gerade so durch und überlegte schon, mir Schmerzensgeld auszahlen zu lassen.

Ja, Musiker sind ein seltsames Völkchen…

*mich von der Decke abseil und mit meiner Bettdecke Richtung Badewanne zieh*

Permalink Schreibe einen Kommentar

P.S.

15. September 2007 at 01:09:09 (Allgemein)

Nicht Photoshop.
Nicht Pferdestärken.
Nicht Post Scriptum.

Die ultimative Kurzform von „Physical Schlappness“.

Physical Schlappness ist kein Begriff der Männerwelt, wenn eine gewisse Extremität nicht/nie mehr extrem ist, nein, es ist der allgemeine Zustand kompletter Antriebslosigkeit, gepaart mit einem hohen Wääääääääääh--Faktor und gerne auch mal leichten Anfällen von irgendwelchen Krankheiten, die aber dann nicht ausbrechen, sondern nur ihre Greifer nach dir ausstrecken.

So ungefähr gehts mir heute…und eigentlich auch schon die letzten Tage.

Dauernde Kopfschmerzen, die auch durch Tabletten und 4Liter-Trinkerei nicht weggehen, ein leichtes Zittern, Schwankungen des Kreislaufs, Gliederschmerzen…NARF…und es geht nicht weg und bricht nicht aus. Nichts von beidem!

Jeden Abend dasselbe Theater: die Temperatur erhöht sich auf knappe 38°C, ich fühle mich unwohl, trockener Hals, grippig…ignoriere es meist, weil ich noch was zu arbeiten habe…und morgens alles bestens. Dann am Nachmittag gegen Abend wieder der leichte Zusammenbruch, wo es anfängt. Und abends dann wieder Auaweh. -.-

Watt soll det eijentlisch???

Mir gehts aber nicht als einziger so.
Meine Schüler, meine Eltern, mein Schatz, mein ganzes Umfeld, alle haben irgendwelche Wehwehchen, die sie matt herumhängen lassen, die ihnen die Konzentration auf Wesentliches nimmt und NUR NERVT…
Es nervt nicht nur, dass man selbst kurz vor dem Exitus steht und nur hofft, dass die Zeit rumgeht, nein, man muss auch noch dreifache Arbeit leisten, weil die Mutter einem nicht zuhört und man alles mehrmals erzählen darf, die Kinder im Unterricht dauernd Fehler machen und über Kopfschmerzen klagen, der Schatz sich aus lauter Dappischkeit beim Rasieren total schneidet und dolle blutet und man selbst am liebsten ins Bett kriechen und nichts mehr hören und sehen will.

Physical Schlappness, enorm nervtötend und anscheinend auch ansteckend. Besonders, wenn draußen das Wetter so grau und kalt die Stimmung trübt, wie es momentan der Fall ist.

-.-

Auf hellere Tage.

Permalink Schreibe einen Kommentar

Next page »