Wehe, wenn sie losgelassen…!

30. September 2008 at 01:09:20 (Allgemein)

Ach, Kinners, was habe ich für ein schönes Wochenende hinter mir!

Ich bin noch total davon erfüllt…

Vor ein paar Monaten kam die Idee auf, von dem einen Fotoforum, in dem ich bin und das sich mit Fixfoto, dem Programm, mit dem ich arbeite, beschäftigt, ein Forentreffen zu veranstalten. Ich bot mich damals an, die Hauptorganisation zu übernehmen, die fotobegeisterten Menschen auf meine Terrasse zu packen und von dort eben Ausflüge zu veranstalten, die alle möglichen Interessen befriedigen sollten.

Ein paar Wochen vor dem Treffen begann ich dann mit der Vorbereitung, schrieb PNs, musste mir extra mein Postfach vergrößern lassen, damit alles reinpasste, was zurück kam, buchte Zimmer, schrieb Listen, überlegte, an welche Orte ich mit den Fotografen gehen wollte, auf dass sie zufriedengestellt seien, organisierte einen Grillabend mit Mitbringseln der Leute und schaute, dass ich alles unter einen Hut bekam. Es meldeten sich wirklich eine Reihe von Leuten an, von denen ich keinen einzigen zu der Zeit persönlich kannte. Und NUR Männer…ach du meine Güte. Die Henne im Korb, das konnte ja heiter werden.

Tom, den ich wenigstens virtuell schon kennen gelernt hatte, und Norbert, der bei ihm in der Nähe wohnte, kamen eines Abends dann zu einer Vorrunde, um mit mir durchzugehen, was ich mir so überlegt hatte, so kannte ich dann endlich zwei persönlich. Dann lag das Ganze erstmal eine Weile brach, weil ja alles gesagt war und man nur drauf wartete, dass es endlich losgehen konnte.

Vor zwei Wochen fiel mir dann noch ein, dass wir ja im Darmstadtium, einem völlig neuen Gebäude in einem unserer Nachbarstädte, das ich hier auch schon mal abgelichtet gezeigt habe, eigentlich eine Führung mitmachen könnten, wenn es sowas gäbe. Ich begann also herum zu mailen und bekam auch Antwort. Allerdings jedesmal von jemandem anderen, wenn ich wieder eine Antwort oder Frage hinschickte…und oft fragte ich mich, ob da die eine Hand wusste, was die andere tat…naja, aber ich bekam meine Führung.

Am Samstag Morgen ging es dann los. Ich war sterbensaufgeregt, muss ich zugeben. Wenn man sowas lange plant und möchte, dass es perfekt wird, dann ist man dementsprechend nervös. Das Wetter war schon mal wie bestellt absolute Obersahne. Strahlend blauer Himmel, recht warm…toll. Ich tibbelte also im Wohnzimmer herum, legte fahrig die Servietten nochmal dahin und dann dahin. Tom hatte mir versprochen, etwas früher zu kommen und mir beim Brötchenschmieren zu helfen, doch dann kam von ihm eine verzweifelte SMS. Stau. Er mitten drin. Folge: ich hatte keinen Brötchenschmierhelfer (ui…auch ein tolles Wort für Galgenmännchen…)!! Dachte ich jedenfalls. Doch dann nahte Hilfe! Hilfe in Form des viel zu früh ankommenden, gut gelaunten Andreas, der sich mir gleich als Retter anbot und mit mir zusammen das Futter für die bald anrückende Meute vorbereitete.

Mein Gequirl im Bauch war kaum zu beschreiben. Andreas war schon mal nett, kein gestörter Massenmörder und sehr hilfsbereit…so hoffte ich einfach mal, dass das bei den anderen auch so war. Als ich dann die letzte Tasse auf den Tisch stellte, kamen die ersten an und dann kamen immer mehr. Am Schluss stand die Terrasse voll von Leuten, die sich gut gelaunt unterhielten und ich war glücklich. Der Anfang war geglückt.

Die Teilnehmer in alphabetischer Reihenfolge:

Andreas (magic_halley), der mit seinem lauten Organ überall hin zu hören war, der für Leben in der Bude sorgte und dessen Lache unglaublich ansteckte. 😀
Frank (Frank Neumann), mit dem ich vorher schon einigen PNkontakt hatte, den ich sehr mag und der humorvoll immer für Ruhe sorgte, damit ich was sagen konnte. 😀
Jakob (jas11), der Sohn von Martin, der totaaaal süüüß ist (zeigs ihm bloß nicht, Martin. 😀 ) und der durchaus schon einiges fotografisch zustande bringt.
Jo (gartenmacherjo), der schon einen Tag vorher mit seinem süüüßen Hund Susi angerückt war und den ich für seine ausgleichende Art schätze. 🙂
Jürgen (Juergen78), ein eher ruhiger, aber sehr freundlicher Zeitgenosse mit einem wirklich guten Auge, wie sich herausstellte – nicht nur beim Fotografieren sondern auch beim kontinuierlichen Uns-Suchen. 😉
Marianne, die nicht im Forum, aber die Frau von Norbert ist und mir netterweise am ersten Tag als FRAU Gesellschaft leistete, hach, was war ich froh. 😉 War nett, dich kennen gelernt zu haben.
Martin (mas13), den ich mir ungefähr 15 Jahre älter vorgestellt hatte und dann total überrascht war, als er kam. 😀 Ja, das macht die Reife, Martin. 😉
Norbert (Nobi), den ich ja schon kannte und der immer am Strahlen war, egal, wie weit fortgeschritten der Tag und die Fußschmerzen waren. 😀
Rabe, der absolut formvollendete Gentleman, der es immer schafft, die Frauen mit einem einzigen Satz zum Lächeln zu bringen und der mir so schöne Blumen mitgebracht hatte. 🙂
Tom (Tommy D.), mein lieber Freund…ruhig zwar, aber man sah, dass er es genoss…und schöne Fotos durfte ich schon bewundern! 🙂
Uli (ULI), zu dem ich einen halben Meter aufblicken muss (und ich bin 1,74m!!), den ich mir NIEMALS mit langen Haaren vorgestellt hatte und den ich wegen seiner offenen, besonnenen Art ins Herz geschlossen habe.
Walter (wbeck), von dem ich vorher nicht wirklich etwas gelesen hatte und bei dem ich merkte, dass ich bisher einen wirklich netten Menschen nicht gekannt hatte. 😉

Ja…alles in allem eine wunderbare und vielfältige Gruppe, an die ich noch gerne zurück denke.

Nachdem wir gefrühstückt hatten, verteilten wir uns auf ein paar Autos und fuhren zur Mathildenhöhe in Darmstadt. Dort gibt es ein paar schöne Sehenswürdigkeiten zum Ablichten, zB viel Jugendstil und eine russische Kapelle. Natürlich verloren wir uns bei der ersten Ampel, aber da wir eine unglaublich schlaue Truppe waren, hatten wir uns so positioniert, dass immer ein Ortskundiger einen Nichtortskundigen hinterher schleppte, so dass wir dann doch wohlbehalten und vollzählig dort ankamen.

Hier mal ein kleiner fotografischer Überblick (allerdings nicht vom Samstag, sondern von meinem Probeshoot vor einer Weile):

Es ist wirklich sehr schön da!
Ich sagte am Anfang ein paar Worte zu den Dingen, die dort zu finden waren, dann verstreute man sich fotografierend zwei Stunden in alle Richtungen. Dachte ich jedenfalls. Ich begab mich zu einer Platanenanlange, um zu schauen, was sich da künstlerisch festhalten ließ. Als ich nach einer Dreiviertelstunde zu dem Platz zurück kam, war die Hälfte da immer noch am Schwätzen und Fachsimpeln! Mit hochgezogenen Schultern ging man dann ertappt doch los, sollte sich der Ausflug ja auch lohnen.

Ich schaute mir noch ein wenig die Jugendstilbauten an und fotografierte die berühmteste Tür des Viertels für Sylvi, die Türen sammelt:

Da ich ja schon öfter dort gewesen war, setzte ich mich nach einer Weile, schraubte etwas an meiner Kamera rum, genoss die Sonne, die wirklich wunderschön wärmte und schonte meine Füße für später.

Gegen halb zwei kamen dann auch die anderen von ihrem Beutezug zurück, die „Schwätzer“ hatten wohl auch noch ein paar Aufnahmen gemacht 😉 Der nächste Halt sollte das Darmstadtium sein. Von dort wollten wir dann erstmal verschiedene Dinge tun – jeder nach Lust und Laune – und dann um vier Uhr die Führung besuchen, die ja eigens für uns ausgemacht worden war. Doch ein paar Leute gingen auf der Fahrt dorthin verschütt, da Darmstadt einfach blöde Parkmöglichkeiten hat. Parkten wir fast in Bagdad, hatten andere da mehr Glück. Wir hatten 15.45h als spätesten Treffpunkt ausgemacht und als die Anderen nicht kamen, warteten wir nicht, sondern schwärmten bis zu dem Zeitpunkt noch aus…bzw liefen eigentlich alle in die gleiche Richtung, Richtung Herrengarten, welcher der Stadtpark ist, mit einem englischen und einem französischen Parkteil.

Uns verschlug es sehr schnell in den französischen Teil, da dort noch Blüher wuchsen, die sicher nach unseren Kameralinsen hungerten (wer weiß, was die Blumen uns alles an den Kopf werfen würden, könnten sie sprechen…). Auf jeden Fall entdeckten wir Libellen an dem kleinen Mini-Springbrunnenteich in der Mitte des Gartens, woraufhin wir uns natürlich fast im Kollektiv darauf stürzten. Schon mal ne Libelle fliegen sehen? Die Viecher sind total schnell, halten nicht still und tun alles, um es einem Fotografen so schwer wie möglich zu machen. Wahrscheinlich auch wieder in einer Gewerkschaft und unterbezahlt.

Mit etwas Glück gelang mir dann dieser Schuss:
(Nein, die Tiere leben alle noch…;))

Um 16h waren wir dann mit teils doch schon etwas müden Füßen zurück am Darmstadtium, wo Frau Walter uns zu einer wirklich tollen Führung mitnahm. War ich vorher doch total nervös, ob das denn überhaupt was Gescheites war – ich konnte zwar überall schon vorher hin zum Fotografieren und Gucken, ob alles passte, aber DA hinein nicht… – und waren einige Mitglieder etwas verhalten gewesen…hinterher waren alle recht begeistert, einschließlich mir. Dieses Gebäude ist einfach die WUCHT von innen!

Sie führte uns wirklich vom Keller bis unters Dach und hatte alles auf uns abgestimmt, gab uns genügend Zeit zum Fotografieren und war total süß und begeisternd. Und wir ließen es uns nicht zweimal sagen und lichteten alles ab, was uns vor die Linse sprang. Und in dem Haus springt quasi fast alles. Die Stahlkonstruktionen, das Glas und die besonderen Steinfliesen für die Wand sind einfach mehrere Bilder wert.

Hier zeige ich euch mal zwei von einem Treppenhaus, das Jürgen fand:

Ich habe die Zeit da drin sehr genossen und wie ich danach festellen durfte, die anderen auch. Ein tolles Haus, eine gute Führung…ich war sehr erleichtert.

Aber danach waren wir groggy, meine Güte.
Zurück bei mir daheim hatte mein Mann schon den Grill angeworfen, alles aufgebaut (danke nochmal!) und wir richteten es uns gemütlich ein. Jeder hatte etwas zu Essen von daheim mitgebracht, da waren die tollsten Salate und Kreationen zusammen gekommen…dazu noch etwas saftiges Fleisch vom Grill und ein gutes Bier…und alle waren glücklich. Der Abend war so warm, dass man wirklich draußen sitzen konnte. Ich war SO dankbar über dieses Wetter! Und ich genoss den Abend in vollen Zügen. Die Gruppe war so nett, man unterhielt sich humorvoll und verstand sich gut. Ich war total müde, aber sehr zufrieden und fühlte mich einfach sauwohl in dieser Runde.

Lange hielten wir es dann aber doch nicht aus. Erstens waren die Anderen nicht weniger müde als ich und zweitens wurde es ziemlich kühl im Laufe des Abends. Da wir uns am nächsten Morgen schon um zehn wieder treffen wollten, zogen wir es dann vor, den Abend gegen zehn zu beenden, zumal auch einige noch eine Stunde Fahrtzeit vor sich hatten. Ich unterhielt mich noch eine Weile mit Uli und Rabe, die lächelnd von früher erzählten, aus Forenzeiten, wo es mich noch nicht gab und ging dann schlafen. Im Bett schaute ich noch einen Moment einfach froh in die Dunkelheit…danke für den Tag!

—————-

Als wir uns am nächsten Tag mit etwas kleineren Augen, aber doch sehr gut gelaunt in Frankfurt am eisernen Steg trafen, war wieder strahlend blauer Himmel und wir machten uns, nach ein paar Fotos zur Skyline hin, auf den Weg zum Maintower. Von dort wollten wir die riesige Aussicht genießen. Ähm…riesige Aussicht? DIESIGE Aussicht sollte ich wohl eher schreiben! Da war wohl bei meiner Wetterbestellung etwas schief gelaufen. Als wir mit dem Hightec-Fahrstuhl mit einem irren Speed nach oben gefahren waren, erwartete uns oben eine gewisse Suppe am Horizont. Leider konnte man so nicht wirklich weit sehen, aber es war heeeiiiß da oben. Ich setzte mich, nachdem ich etwas in der Gegend herumfotografiert hatte, auf die Rundbank in der Mitte, schloss die Augen und genoss einfach die wärmenden Strahlen der letzten Sommer-Sonne für dieses Jahr.

Als wir gegen viertel nach zwölf den Rückweg zu den Autos antraten, freuten wir uns schon auf ein gutes Essen beim Kroaten in Darmstadt. Eigentlich wollten wir dort in der Gruppe ja noch mit dem Beamer arbeiten, so hatte ich es mit den Betreibern abgesprochen, aber dann kam die Schlappe.

Wir waren sowieso auf zehn Leute geschrumpft, da Andreas aus Krankheitsgründen am Sonntag nicht mit konnte und Walter ebenfalls verhindert war. Nun setzten sich auch noch Martin und Jürgen ab, was ich sehr schade fand. Für mich war es dann wirklich peinlich mit einer derart geschrumpften Gruppe dort anzutanzen und man merkte der Betreiberin auch an, dass sie das nicht wirklich toll fand, hatte sie uns doch extra den abgetrennten Raum reserviert und eingedeckt. So „durften“ wir dort dann zwar das wirklich gute Essen verzehren, aber wurden dann durchaus freundlich hinauskomplimentiert. Für acht Leute lohnte sich eine Präsenz von zwei Kellnern nicht wirklich.

Mein Vater, der den Tag mit uns verbrachte, da auch foto-interessiert und der als Rektor Zugriff auf seine Schule hat, schlug uns vor, dorthin zu gehen, was wir begeistert annahmen. Und das war eigentlich auch unser Glück. Die Aula der Schule war mit allem technischen Gerät ausgestattet und wir kamen in den Genuss eines wirklich guten Vortrages von Rabe, der sich, nach der Absage von Micha, bereit erklärt hatte, den kleinen Workshop zu übernehmen. Dir nochmal vielen Dank dafür, Rabe! Es wurden viele interessante Fragen erörtert und ich habe viele Dinge gelernt, die ich vorher nicht kannte. Gegen sechs Uhr abends trennte sich die Gruppe dann.

Das Fazit war, dass wir versuchen wollen, einen „Stammtisch“ des Rheinmaingebietes aufrecht zu erhalten und uns immer mal wieder zu treffen.

MEIN Fazit ist: ich habe viele absolut liebenswerte Leute kennen gelernt und freue mich auf ein erneutes Treffen! =)

Und nun geh ich ins Bett, es gibt immer noch ein paar Knochen, die schreien. 😉

Gute Nacht!

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Ruhe in Frieden.

22. September 2008 at 23:09:17 (Allgemein)

Wer mein Blog regelmäßig liest, weiß, dass ich vor kurzem von einem Menschen angerufen wurde, der mir sagte, dass er bald sterben würde und mich bat, bei ihm auf der Beerdigung zu singen.

Nun…er wusste es wirklich.

Denn nun ist er tot.

Kurz vor seinem Tod war er noch erblindet…er konnte nicht mehr.

Dieser Beitrag sei ihm gewidmet.

Möge er in Frieden ruhen, ohne Schmerzen, Lähmungen…und möge er die Schönheit des Paradieses sehen…wenn es das gibt.

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Wütend!

21. September 2008 at 01:09:45 (Allgemein)

Ich lag schon im Bett, aber ich bin so wütend und emotional geladen, dass ich nicht schlafen konnte, so bin ich wieder aufgestanden, um es mir von der Seele zu schreiben.

Der Tag heute war wieder mal so einer, dem man in den nicht verfügbaren Hintern treten möchte.

Es fing schon heute Morgen damit an, dass ich mit Kreuzschmerzen aufwachte und einem wirklich dicken Fuß. Diese Wehwehchen sind nur Teil einer langen Kette von Auas, die mir momentan passieren, wie man ja an dem „Scheren-Fall“ schon gesehen hat. Der dicke Fuß nun kommt von dem Spaziergang letztens mit meinem Patenkind. Neue Schuhe und langes Laufen = Blasen an den Fersen. Nun, die eine meinte, sich entzünden zu müssen auf eine Art, die den ganzen Knöchel mit Beschlag belegte. Auf jeden Fall tut es weh und ich war also schon heute Morgen genervt.

Ich hatte versprochen, heute meinem Dad Fixfoto, das Programm, mit dem ich meine Bilder bearbeite, zu zeigen und zu erklären, da er am Wochenende, wo ein Fotoforum-Treffen ist, welches bei mir stattfindet, mit dabei sein möchte, um zu lernen. Ich frühstückte bei meinen Eltern, dann machten wir uns ans Werk. Danach setzte ich mich noch etwas zu meiner Mutter…was im Nachhinein dann ein Fehler war. Meine Mutter war mal wieder in Meckerstimmung und hatte nichts besseres zu tun, als mir meine Körperfülle (die halt einfach mal größer ist als bei Heidi Klum…) vorzuhalten und mir mal wieder zu erklären, wie furchtbar sie das fände…es gibt nichts schöneres, als immer am Pranger zu hängen. Und meine Mutter wundert sich, warum ich oft ziemlich schnell wieder heimwärts strebe. Danach war ich NOCH genervter.

Als ich wieder daheim war, unterhielt ich mich allerdings lange mit einem sehr lieben Menschen, was mir sehr gut tat…und mir etwas über die Genervtheit hinweg half. Aber das hielt leider nur so lange, bis ich merkte, dass mir beim Bearbeiten eines Fotos ein Fehler unterlaufen war. Ich habe eine Treppe in Frankfurt letztens aufgenommen und sie heute bearbeitet. Fertig bearbeitet. Bis ins letzte Fitzelchen. Und dann habe ich aus Versehen diese Fertig-Version gelöscht und dafür eine der Übeversionen behalten, die ich vorher gemacht hatte!!! Boah, was hab ich geflucht!!! Die halbe Bearbeitung nochmal!!! Da war ich dann echt richtig sauer, da mein Nervpegel ja eh schon höher war.

Hier mal das Bild, damit ihr sehen könnt, um was es ging:

Und dann kam der Todesstoß.

Ein Bekannter von mir, der am Wochenende bei dem Forentreffen eigentlich mit von der Partie sein und am Sonntag einen kleinen Fixfotoworkshop leiten hätte sollen, sagte mir ab. Grund: er bekommt das Auto nicht und will nicht Zug fahren. Und es kam nicht mal ein „Entschuldige“, sondern nur durch die Blume die Aussage, ich solle froh sein, dass er es mir heute schon gesagt hatte, er wollte eigentlich bis Samstag damit warten. Ich war richtig wütend. Ich konnte gar keine vernünftigen Worte mehr sagen.

Sicher, meine Freundin sagte dann: das ist doch kein Weltuntergang. Nein, ist es natürlich nicht, außer dass ich jetzt rumrödeln muss und gucken, wie ich das alleine hinkriege. Sicher von der Seite nicht. Aber: Ich hatte mich auf ihn gefreut!! Sehr gefreut sogar!!! Ich habe ihn ewig nicht mehr gesehen und war total happy, als er zugesagt hatte für das Wochenende! Er wäre mir auch menschlich wertvoll gewesen, nicht nur fachlich! Und dann muss ich hören, dass ihm das anscheinend grad egal zu sein scheint und er das Ganze einfach absagt, ohne ein Wort des Bedauerns. Da fühlt man sich sehr unwichtig…

Ja, das hat mich getroffen und deshalb bin ich auch sehr wütend gewesen. Und sehr enttäuscht. Und ich denke mal, das darf ich auch!

Insgesamt einfach ein total blöder Tag…mit einem Lichtblick dazwischen.

Aber ich denke einfach an zwei Blütenbilder, die ich gestern gewidmet bekommen habe…von Herzen…total schöne…und das setzt mir dann doch wieder ein Lächeln ins Gesicht…nicht alles ist blöd, Dana…es gibt auch Schönes. Bewahre dir einfach das und sperr das andere aus.

Ja…so mach ich das.

Und nun versuche ich es nochmal mit schlafen…

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Von Scheren und kleinen Babies

17. September 2008 at 00:09:06 (Allgemein)

Ihr fragt euch jetzt vielleicht, was Scheren und kleine Babies miteinander zu tun haben.

Gar nichts.

Aber beide haben etwas mit MIR zu tun!

Das mit der Schere ist nicht so toll. Das mit dem Baby sehr =) .

Fangen wir mit der Schere an:
Als gestern Abend mein Mann anrief, hatte ich gerade was mit der Schere geschnitten. Er erzählte mir, dass er vorhabe, was Leckeres zum Abendessen mitzubringen, was mich sehr freute, weil ich auf die Zubereitung von irgend etwas absolut keine Lust hatte. Ich gestikulierte wild freudig mit meiner Hand, die nicht das Telefon hielt…leider hatte ich vergessen, dass in dieser Hand noch die Schere befindlich war!

Und so rammte ich mir das Teil ungebremst in den Oberschenkel.

Mein Mann hörte durch das Telefon nur: SHIT!!!!!!! AUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUU!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! und fragte besorgt, was denn sei.
„Ach, ich hab mich abgemetzelt!! Bis gleich!“
Ich legte schnell auf und begann, den Schenkel abzusuchen. Es tat insgesamt so weh, dass ich die Wunde nicht gleich sah. Aber ich spürte dann, wie das Blut hinunter lief, presste ein Taschentuch in die grobe Richtung und rannte aufs Klo.

So ein Mist. Ein richtiges Loch. Naja, ich spülte es, desinfizierte es und klebte ein großes Verbandpflaster drauf. Leider musste ich heute feststellen, dass ich dagegen wohl allergisch bin…meine Haut explodierte unter dem Klebstoff…und nun habe ich neben dem tiefen Schnitt auch noch eine Rundumschwellung/-entzündung und kann nichts mehr draufkleben zum Schutz. Ich bin leicht angefressen.

—————

Aber wenigstens die Babygeschichte ist schön! =)

Meine Freundin Sylvia, deren acht Monate alte Tochter Nuria mein Patenkindchen ist, hatte mich diese Woche dringend gebeten, auf diese aufzupassen. Normalerweise sehe ich die beiden einmal in zwei Wochen, manchmal auch jede Woche, aber nie NUR die Kleine…immer ist die Mama dabei. Morgens, wenn Sylvia arbeitet, passt die Tante von Sylvia auf Nuri auf…ich hatte das noch nie gemacht.

Zum Glück hat das Kind mich wohl ziemlich lieb und ist gerne bei mir, wenn wir uns sehen. Nuri fremdelt sonst ziemlich, ist schüchtern und sehr zurückhaltend. Kommt ihr jemand zu nahe, brüllt sie los. Mich kennt sie allerdings und freut sich immer, wenn Sylvia und ich uns treffen. Aber ich hatte sie noch nie alleine einen ganzen Vormittag und war dementsprechend nervös.

Sylvia und ich frühstückten zusammen, während die Kleine auf dem Boden rumkrabbelte und brabbelte. Dann setzte ich mich dazu und lenkte sie ab. Sylvia ging…und ich bekam wirklich Angst, dass Nuri sofort Panik kriegen würde….aber nichts geschah! Sie strahlte mich an und wir spielten unsere Spielchen. zB rumwippen und Jippiejajajippiejippiejey singen oder dem Teddy „Ei“ machen. Da sie am Anfang die Flasche nicht fertig getrunken hatte, gab ich ihr, als sie mich anschmatzte und leicht brummte, den Rest, danach war wieder Frieden.

Das einzige, was wirklich schmerzhaft war, war die Tatsache, dass sie herausfand, dass es ja viel mehr Spaß macht, sich an den langen Haaren der Patentante hochzuziehen, statt ihre helfenden Hände in Anspruch zu nehmen. Das Kind wiegt ungefähr acht Kilo…joah, es TUT WEH! Als sie dann rummäkelte, weil sie eigentlich müde war, aber nicht schlafen wollte, packte ich sie in den Kinderwagen und fuhr mit ihr in den anliegenden Park. Sie schlief binnen 30 Sekunden ein und wachte erst kurz bevor Sylvia zurückkam, auf.

Ich bin total erleichtert, dass es so gut lief! Sie war echt total brav! Ich hab dieses kleine Wesen total lieb und hoffe, dass ich da wirklich ein wenig teilhaben darf…sie wird so schnell größer…*seufz*

Naja…aber wer weiß…vielleicht wird sie bald die „große Schwester“ für ein eigenes Kind von mir? Wer weiß…

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Pralle Wochenenden sind die Pest…

14. September 2008 at 23:09:12 (Allgemein)

Freie Wochenenden…ein LUXUS.

Diesen Luxus hatte ich bestimmt schon seit 1691 nicht mehr. Musiker müssen meist GERADE an einem Wochenende ran. So auch dieses. Man sehnt sich dann immer nach einer fernen Insel…wo keiner etwas von einem will…gut, gerne mit gut gefülltem Kühlschrank, Privatkino, PCstation, Telefon ohne Limit und Einfluggenehmigung für Freunde, wenns mal langweilig wird…

Gut, diese Woche war leider keine Insel dran, also musste ich ausrücken und eine Trauung mit meiner sangestechnischen Anwesenheit beglücken. Die Brautleute hatten mich damals bei meinem Auftritt Open Air gehört und mich spontan für ihre Hochzeit gebucht. Als sie hörten, dass ich auch noch Orgel spiele, buchten sie mich gleich komplett für die ganze Trauung, was meinem Geldbeutel natürlich sehr zugute kam. 😉 Ein Wunsch-Song war „Fields of Gold“ von Sting/Eva Cassidy. Klar, kein Problem, den Song habe ich drauf. Doch eigentlich begleitet mich da eine Gitarre…

„Wie haben Sie sich das vorgestellt?“
„Ach…ich hab ne Freundin, die gut Gitarre spielt…die kann das…“

NIEMALS sowas glauben. Laien (entschuldigung, aber isso) haben KEINE Ahnung, was ein Musiker kann oder nicht. „Sie kann total gut singen!“ kann heißen, dass sie wirklich gut singt oder aber gerade so die Töne treffen kann, wenn überhaupt. Naja, ich ließ mir die Emailadresse geben, um mit ihr eine Probe auszumachen. Dann hatte ich erstmal viel zu tun und der Kontakt blieb liegen. Dann der Anruf:

„Ja…ich wollte nochmal nachfragen, die Gitarristin wartet dringend auf die Noten…“
„Ähm…ich habe da keine Noten. Kennt sie das Stück etwa gar nicht?“
„Äh…nee…“

Na toll. Meine Freunde und ich haben uns das damals einfach von der CD abgehört. Ich rief also Rolf, meinen Freund, an und fragte ihn, ob er bereit wäre, mit mir auf der Hochzeit zu spielen. KLAR, sagte er freudig und so war das geritzt. Gestern trafen wir uns also kurz vorher, um es mal durch zu üben und es klappte auf Anhieb, da wir es ja im Juli gerade erst aufgeführt hatten.

Erinnert ihr euch noch an die Taufe mit den ganzen schreienden Kleinkindern?
Tja…das war nix gegen diese Trauung.

Die Brautleute hatten selbst schon ein einjähriges Kind, das, sobald die Mama und der Papa weg waren (= sobald die Trauung begann) losbrüllte. Die Oma war mehr besorgt um das achsoschicke Hütchen, das den Kopf des kleinen Buben zierte, als um die Störung, die der Kleine damit verursachte. Nachdem er zum dritten Mal den Hut vom Kopf gerupft hatte und weiter schrie, drehte sich die Braut um und gab ihrer Mutter zu verstehen, den Schreihals doch kurz eine Weile DRAUSSEN zu beruhigen. Welch kluge Entscheidung! Da wäre sonst keiner drauf gekommen.

Aber den Vogel schossen drei Mütter ab, die alle Kinder im Alter von ca. zwei Jahren hatten. Sie ließen ihre be-lackschuh-ten Kinder hinten in der Kirche spielen. Die Kids tippelten mit den Hartledersohlen hin und her, johlten, krischen, schmissen zT Stühle um…da fragt man sich wirklich, wie dreist Eltern heutzutage NOCH werden…ich fasse mir da echt an den Kopf!

Rolf sah mich verzweifelt an, weil er sich gerade überlegte, wie wir beide da zart musizieren sollten, wenn es unten eher einem Jahrmarkt glich. Doch wir hatten Glück: anscheinend mochten alle Kinder Musik, jedenfalls war es RUHIG, bis der letzte Ton verklungen war. DANKE, Kids (dass ich mich da überhaupt innerlich bedanke, ist ja schon die Höhe!!!). Ansonsten brachten wir die Trauung halt hinter uns. Da wir auf der Empore waren, konnten wir auch in Ruhe ablästern.

Als ich dann nach Hause kam, freute sich mein Mann, mit Rolf noch ein wenig in Weinsachen zu schwelgen. Die beiden hatten eine Wette laufen, wer die beste Aufnahme eines bestimmten Stückes hatte. Und ICH war diejenige, die das dann klären sollte. Ich hörte mir also beide an, ohne zu wissen, von wem welche war…und entschied mich für die meines Mannes, weswegen Rolf dann zähneknirschend die mitgebrachte Flasche Wein (Wetteinsatz) köpfte und mit Uli leerte.

Ich hatte derweil besseres zu tun, als mich zu betrinken. Ich musste unterrichten.
Wie…an einem Samstag??
Ohja. Folgendes war passiert:

Ich bekam vor ein paar Tagen einen Anruf eines Vaters zweier meiner Schüler.
Ich fragte nach seinem Begehr und er zäumte das Pferd wirklich von hinten auf:
Er sei ja sehr zufrieden mit dem Fortkommen seiner beiden Kinder, ich würde mir ja wirklich viel Mühe machen…er wisse ja, dass sein Großer etwas mehr tun könne, trotz Begabung…es sei halt so, dass der Kerl sehr auf ihn, den Vater, fixiert sei, ihn sehr zum Vorbild nehme…blablabla…KOMM ZUM PUNKT!!!!….und deshalb habe er sich gedacht, bzw seit langem schon den Wunsch gehabt – er spielte ja früher Gitarre und da….KOMM ZUM PUNKT, VERDAMMT!!!…- also den Wunsch gehabt, bei mir Klavierunterricht zu nehmen, damit er eben auch viel üben, später dann sogar Stücke spielen und seinen Kindern dadurch ein Vorbild sein könne.

Ich musste auf der anderen Seite wirklich schmunzeln. Der besagte Herr ist plastischer Chirurg, in meiner Heimatstadt unglaublich angesehen, intelligent, wohlhabend und unbedingt ein Mann, der sagte, wo es langging. Und DER wollte sich nun unter mein Regime begeben? HAHAHA! Wundervoll!
Ich sagte natürlich zu, das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Problem: er könnte nur samstags zum Unterricht kommen und das nur sporadisch. Ich sagte ihm, dass das klar ginge, wenn er sich sonst anstrenge und viel eben selbst mache. Kein Thema, sagte er. Was es denn koste, wollte er noch wissen:

„Naja…normalerweise ist es ja ein Monatslohn…*auf Stundenlohn umrechne*…also **** Euro.“
„WAAAAAAAAAAAAAAS?????“
Innerlich ging ich schon alle Kampfargumente durch, warum ich diesen Preis forderte.
„SOOOOOO WENIG???“
Öhm…hä? Wie jetzt….
„Neneneee, ich zahle Ihnen natürlich MEHR! Sie nehmen sich extra die Zeit, einen Greis wie mich zu unterrichten, das lasse ich mir auch was kosten.“
Er nannte mir dann einen schön höheren Preis.
„Äh…ok, das ist nett.“

Sowas hatte ich ja echt noch NIE. Die Standardantwort: „JA, das kostet so viel, weil…“ habe ich ja schon immer parat, aber SO rum hatte ich es echt noch nie. 😀

Also kam er dann gestern…strahlend wie ein Schuljunge! 😀
„Sie glauben gar nicht, wie ich mich darauf gefreut habe! Mal wieder Musik machen…hachja…“

Naja…von Musik machen waren wir noch weit entfernt! Ich fing mit Fingerübungen an und es war für ihn schon schwierig, seine Chirurgenhände vom kleinen Finger zum Mittelfinger zu bewegen…sehr niedlich. Aber er war mit Feuereifer dabei und es war total goldig zu sehen, wie er sich darüber aufregte, dass sein Kopf das alles kapiert hatte, die Hände aber nicht mitmachen wollten. 😀

Als ich ihm dann alles für das Üben zu Hause erklärt hatte und das Heft zuklappte, saß er da wie ein enttäuschtes Kind:
„Och…schon rum…die Zeit vergeht aber auch SO schnell…“

Den hab ich wohl in der Hand *hihihihihi*

Naja, auf jeden Fall kommt er nun einmal im Monat zum Unterricht und bekommt bis dahin immer einen riesen Packen an Aufgaben, den er bewältigen muss. Ich bin gespannt.

Abends war dann noch Oper im Theater.
Allerdings war ich weder von dem Stück, noch von der Inszenierung sehr angetan. In der Pause sprach ich mit meinem Mann darüber, dass ich dieses Stück für absolute Zeitverschwendung hielt und bekam fast noch Ärger mit ihm, da er es komplett angucken wollte. Wir einigten uns dann so, dass ich nach Hause fuhr und er mit der Bahn dann später nachkommen wollte. Ich sicherte ihm zu, wenn die Bahn nicht fuhr, würde ich ihn holen. Spät am Abend kam er dann doch alleine nach Hause. UND: er war menschlich groß genug, zuzugeben, dass ich Recht gehabt habe. Der Rest des Stückes war noch mehr ein Reinfall, als es der erste Teil schon gewesen war.

Heute gings dann mit einem Besuch bei den Schwiegereltern weiter. Beide über 70 und absolut Loriotverdächtig, wenn es darum ging, den anderen zu verbessern oder irre Gesprächsabläufe zu inszenieren. Herrlich. 😉 Aber rumgebracht habe ich den Tag dann auch…und nun genieße ich meine Ruhe…die letzten Stunden…

…bevor der Stress des Alltages wieder losgeht…

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