Frohe Weihnachten! Merry Christmas! Joyeux Noel!

24. Dezember 2008 at 14:12:31 (Allgemein)

Meine lieben Leser!

Heute ist der 24. Dezember. Für viele noch ein Arbeitstag, zumindest bis mittags, für andere, gerade für Kinder, ein lang herbeigesehnter Moment. Für mich als Musikerin ist es der letzte Tag einer furchtbar stressigen Zeit, die sich jedes Jahr wiederholt…und dennoch…auch wenn viele Menschen, mich eingeschlossen, weder absolut hinter dem christlichen Inhalt stehen, als auch diese Geschenkeflut und die gereizten Menschen im Einkaufsrausch tolerieren wollen, ist dieser Tag für mich etwas Besonderes.

Meine Familie ist inzwischen weiter verstreut als früher, mein Bruder lebt mit seiner Verlobten in Berlin, meine Schwester ist kaum zu Hause, weil sie viel arbeitet und auch ansonsten privat bei ihr einiges passiert, meine Eltern arbeiten beide noch, sie sehe ich zumindest einmal die Woche im Chor (ja, sie singen unter meiner Leitung, was mich sehr freut) und ab und an, wenn ich mal vorbei schaue, finden wir einen Moment zum Reden, was aber leider sehr selten ist, obwohl sie in der Nähe wohnen. Aber gerade in der letzten Zeit war es einfach kaum zu machen, mal für ein paar Stunden „rüber“ zu gehen und mich in Ruhe hin zu setzen und einfach zu plaudern.

Dabei ist mir meine Familie unglaublich wichtig. Ich habe meine Familienmitglieder unheimlich lieb. Sie sind mir sehr nah am Herzen und es ist schade, dass man sich so wenig spricht…so wenig innige Nähe hat, dabei habe ich sie in meiner Seele.

Und das macht Weihnachten so besonders:
Mein Bruder kommt aus Berlin und er feiert hier mit, meine Schwester ist da, mein Mann und ich sind da, meine Eltern…bis letztes Jahr auch noch unser Onkel, der ja nun tot ist…und je älter wir wurden, desto schöner wurde es. Wir spielen Spiele, wir sitzen zusammen, essen, bis wir platzen, erzählen uns Dinge, musizieren (ach…ich muss meine Querflöte noch ölen!), lachen, sind einfach MITEINANDER… und das ist so selten. Glücklicherweise freuen sich meine Eltern, wenn wir bei ihnen feiern, das ist einfach so wichtig für mich. Und ich freue mich, dass es auch meinen Geschwistern wichtig ist. Das zeigt, dass doch Zusammenhalt in der Familie ist. Übers Jahr ist mal mein Bruder da, aber meine Schwester nicht oder meine Schwester ist da, aber Papa ist irgendwo unterwegs…ALLE zusammen sind wir wirklich kaum.

Vor zwei Tagen kam ich mal überraschend bei meinen Eltern vorbei, weil ich meiner Mama einen großen Blumenstrauß mit Weihnachtsblumen gekauft hatte – einfach so, das mache ich manchmal – und mich ein wenig mit meinen Eltern unterhalten wollte. Da sah ich voller Freude, dass mein Bruder wohl schon eingetroffen war und auch das Auto meiner Schwester stand dort. Als ich ins Haus kam, strahlte meine Mutter richtig, sowohl wegen der Blumen, als auch, weil alle ihre Kinder somit am Mittagstisch saßen. Zwar alberten mein Bruder und ich gleich wieder rum und Mama runzelte gespielt die Stirn, aber ich merkte, wie wohl es ihr tat, alle da zu haben. Und an Weihnachten ist das auch so. Wir besinnen uns einfach wieder auf die FAMILIE…auf das, was uns ausmacht…und das ist wundervoll. Missen möchte ich es auf keinen Fall und ich bin froh, dass mein Mann da mit zieht. Ich kann mich da einfach fallen lassen…und es tut mir gut.

Und auch wenn viele Weihnachten nicht so sehen können, viele gegen Weihnachten sind, viele Weihnachten falsch auslegen oder eigentlich Weihnachten nicht feiern sollten, weil das christliche Fest total gegen ihren Glauben geht…trotzdem wünsche ich euch:

(c) by Dana

Habt einfach eine schöne, wundervolle Zeit, nehmt euch vor allem Zeit für Dinge, die euch wichtig sind…für Menschen, die euch etwas bedeuten, für Unausgesprochenes, für das Schöne, das es in dieser Welt immer noch zu Hauf gibt…

Ich wünsche euch alles Liebe und Gute. =)

Bis nach den Feiertagen!

Eure Dana

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Verbranntes Gesicht, Weihnachtsmarkt-Fotos und ein gelungener Gesangsauftritt

21. Dezember 2008 at 02:12:49 (Allgemein)

Hach, Leute…

So anstrengend die Vorweihnachtszeit auch ist, so SCHÖN kann sie doch auch sein…und glücklich kann sie machen!

Von zwei dieser schönen Dinge möchte ich euch gerne berichten (und von einer weiteren Dana-Dummheit…aber dazu später).

1. WEIHNACHTSMARKT + Fotos:

Ich war mit meinen Mädels von meinem Mädchenensemble auf dem Weihnachtsmarkt bei uns in der Nachbarstadt. Da wir am Sonntag ja das anstrengende Konzert hatten, gönnten wir uns mal eine Pause und ich gab auf dem Weihnachtsmarkt einen Kinderpunsch aus. Zwar sind eigentlich alle schon alt genug, Glühwein zu trinken, aber irgendwie wollte keine – also Punsch. Ich hatte meine Kamera dabei, weil ich noch eine Serie Details schießen wollte. Und auch bei diesem Weihnachtsmarkt war es wieder so, dass jeder ehrfürchtig aus dem Weg ging und uns durch ließ. Für die Mädels war es der Heidenspaß, sie fühlten sich enorm wichtig.

Es war unglaublich voll dort, weil es ja nur noch ein paar Tage bis Weihnachten sind und alles irgendwie nochmal hin rennt. Wir ja auch. 😀 Aber es war schon wieder sehr witzig, dauernd „Presse!“ raunen zu hören und zu sehen, wie viele sich ins Licht der Öffentlichkeit rücken wollten. Der Darmstädter Weihnachtsmarkt ist nicht so schön wie der Aschaffenburger. Das liegt zum Großteil daran, dass die Stände total unordentlich sind. Alles liegt auf dem Haufen, nichts ist liebevoll drapiert…da habe ich mich fast aufgeregt, weil DANN Details zu schießen, doch ziemlich schwer war.

Trotzdem sind einige schöne Bilder entstanden, wie ich finde. Hier mal ein paar aus der neuen Serie:

Großmutters Bonbondosen:

Engelchen:

Krippenszene:

Glasbläserei-Fenster:

Glasbläser:

War echt ein schöner Abend. =)

2. Hochzeit, die ich mit meinem Gesang verschönern durfte.

Im Sommer schon hatte ich die Buchung erhalten für den 20. Dezember in einer der großen Kirchen der Nachbarstadt ein „Ave Maria“ bei einer größeren Hochzeit zu singen. Ich freute mich drauf, da die Kirche total klasse ist und es doch eine größere Sache war. Das ist dann immer gut für den Bekanntheitsgrad. Noch mehr freute ich mich, dass ich vor ein paar Tagen gesagt bekam, wer der Organist sein sollte. Der Regionalkantor des Bereiches Südhessen. Das ist für die Kirche was „Berühmtes“, jemand, der 1. weithin bekannt ist, 2. große Chöre dirigiert und 3. Solisten engagiert, wenn er große Konzerte mit Chören und Orchestern macht!

Ich dachte mir: Dana…das ist ne große Chance…sing so gut du kannst, er MUSS hören, dass du gut bist…vielleicht merkt er es sich…und wenn er mal eine Solistin braucht und auf seiner Solistenliste keine Zeit hat…oder so…

Ich sang mich also heute gut ein, da ich ein wenig erkältet bin und nicht wollte, dass das irgendwie zu hören ist und dann machte ich mich auf den Weg. Normalerweise bin ich nicht aufgeregt, heute war ich es, weil einfach viel dran hing, dass ich gut war. Um halb vier traf ich mich mit dem Regionalkantoren vor der Kirche. Er kannte mich noch von früher, als ich so 18, 19 war, da sang ich in einem seiner Chöre – eine unter vielen. Seitdem hatte er mich nicht mehr gehört. Ich hatte total Herzklopfen, mei, dabei singe ich nun schon wirklich eine Weile! Und dann war es erstmal voll peinlich…

Die riesige Orgel ist nämlich oben an der Wand. Das heißt, um da hoch auf den Orgelbalkon zu kommen, muss man zwei Stockwerke in der Außenmauer der Kirche hochlaufen. ER schritt schnell voraus, ich huschte hinterher…er setzte sich an die Orgel…doch ich war erstmal am Schnaufen, weil zwei Stockwerke schnell zu laufen nun mal nicht einfach so an einem vorbei gehen. Und dann einen langen Ton singen??? Unmöglich. Ich begann, brach ab…versuchte es nochmal…brach ab. Es ging einfach noch nicht. Ich bat um noch zwei Minuten Pause, damit der Puls runter gehen könnte…er schaute mich an, als wolle er sagen: naja…ich glaub ja nicht, dass es dann besser geht…

Doch es GING dann besser! =)
Seine Frau kam zufällig genau in dem Moment hoch (was war ich froh) und musste ein paar Dinge mit ihm klären, so dass ich in Ruhe ausschnaufen konnte. Daraufhin schaute er mich an:
„Ok, jetzt?“
„Japp!“
Er begann das Vorspiel, ich setzte ein…und sagte mir, dass nun alle Seele in meine Stimme fließen müsse….und das tat sie. Nach einer Strophe brach er ab:
„Ja…hey….suuuper! Da brauchen wir nicht weiter proben, das wird nachher gut gehen.“

Ich strahlte. Er guckte mich an, kniff die Augen zusammen und fragte:
„Sag mal…singst du auch sonst auf Hochzeiten und so?“
„Ja…schon.“
„Und was für Anlässe noch?“
„Naja…Beerdigungen, kleine Konzerte…was so anfällt…“
„Würdest du auch größere Solistenparts lernen? So bei Messen zum Beispiel?“
„Ähm…ja klar!“
„Wäre es ok, wenn ich dich in meine Solistenkartei aufnehme? Deine Stimme ist sehr schön.“

Leute…wäre ich nicht so hoch oben und wäre es nicht so eng und gleich steil abschüssig gewesen, ich wäre rumgesprungen!
Das war ja NOCH besser als ich gehofft hatte!! Die Solistenkartei ist eine richtige Ehre, man wird für größere Konzerte gebucht, singt als Solist mit Chören und Orchestern!! Das ist für mich als Sängerin natürlich echt erste Sahne. Ich bin vor Begeisterung fast geplatzt.
Als dann die Trauung war und mein Lied dran kam, warfen die gesamten Leute unten bei den ersten Tönen von mir die Köpfe herum…auch ein total tolles Gefühl…und dann legte ich all meine Gefühle in das Lied…ich sang mit geschlossenen Augen, formte die Töne…und als das Ave Maria herum war, bekam ich ein „ganz großartig – wundervoll!“ vom Regionalkantoren.

Es ist wirklich ein tolles Gefühl, wenn man etwas unbedingt wollte und es geschafft hat…und wenn man Leute glücklich macht (viele sagten mir hinterher, wie schön es war und wie sehr sie es genossen haben). Hach toll.

Dabei sah ich heute unglaublich schlimm aus. 😀

Und damit kommen wir zu dem nicht so schönen Punkt, der erneuten Dana-Dummheit:
Ich habe mir gestern das Gesicht und das Dekolleté fürchterlich verbrannt.
Ich hatte gestern Appetit auf Pfannkuchen und machte mir einen zu Mittag. Da ich gute Laune hatte, war ich voller Elan…und genau so drehte ich auch meinen Pfannkuchen um…und das heiße Öl unten drunter spritzte hoch…und mir mitten ins Gesicht und in den Ausschnitt. Ich schrie Zeter und Mordio, ließ die Pfanne fallen und rannte ins Bad. Dort machte ich ein großes Handtuch komplett mit kaltem Wasser nass und legte es mir auf die Haut. Es tat unglaublich weh, ich heulte laut herum.

Ich rief meine Schwester an, da die medizinische Kenntnisse hat und fragte, was ich noch machen könne.
Kühlen, kühlen, kühlen! KEINE Salben drauf und beobachten! war die Antwort. Genau das tat ich ja schon, also machte ich damit weiter. Nach einer Weile war mein Gesicht stark angeschwollen, die Stellen waren enorm rot und es tat so weh, dass ich nicht mal den Mund bewegen konnte. Gottseidank war nichts ins Auge gelangt, das wäre schlimm gewesen, aber einen Zentimeter neben dem Auge waren Spritzer zu sehen.

Bis abends war die Schwellung abgeklungen und die Rötung etwas zurück gegangen, heute sind die Stellen verkrustet.
Im Dekolleté hatten sich zwei Brandblasen gebildet, die heute aufgegangen sind…sehr lecker. Ich sehe momentan aus wie ein pubertierender Teenager…und das musste ich heute doch mehrfach erklären, da man mich öfter sehr irritiert anstarrte. 😀

Naja, es wird schon. Die Freude über die letzte Zeit trübt es mir nicht. =)

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Geschenke, die das Herz wärmen

19. Dezember 2008 at 03:12:31 (Allgemein)

Oh Leute, momentan habe ich sowas von keine Zeit…

Es tut mir total leid, dass ihr so auf neue Blogeinträge warten müsst, aber es geht nicht anders.
Auch heute wird es nochmal ein kurzer werden, denn ich war die letzten Tage einfach zu beschäftigt, kann das alles auch nicht aufschreiben, weil es einfach zu viel ist, aber eine Sache möchte ich zu gerne erzählen.

Die letzten Tage waren voll Trubel.
Am Sonntag war das große Adventskonzert, bei dem meine Chöre eineinhalb Stunden Programm bestritten.
Ich habe eine Mädchenband von neun Mädels, die (so wie Popstars, nur besser! 😀 ) dreistimmig singen und einen großen Chor mit fast 50 Leuten, die zusammen den Abend gestaltet haben. Von einfachen Weihnachtsweisen bis zu wirklich schwerer Literatur (Ave Maria von Bruckner – das ist achtstimmig – und dem Halleluja aus dem Messias von Händel) ging das Programm, ich hatte die Gesamtleitung.

Tage vorher war ich total gestresst und auch etwas nervös, obwohl ich wusste, dass das Programm gut sitzt. Am Tag vorher hat mich mein Mann gut abgelenkt, am Sonntag dann Tom morgens, da war ich schon sehr froh. Mit etwas Herzklopfen war ich dann zur Kirche gefahren, wo das Konzert stattfand, nur um dann zu merken, mit wieviel Motivation die Leute sangen und mit wieviel Herz sie dabei waren. Ich war schon total begeistert, bevor es losging…und dann kamen wirklich eineinhalb wundervolle Stunden. Es klingt immer etwas nach Selbstlob, aber wie sonst soll man sagen, dass etwas einfach genial geklappt hatte, was man lange geplant, vorbereitet und einstudiert hat? Es HATTE genial geklappt! Die Leute sprangen am Schluss laut klatschend von ihren Bänken auf, sie beruhigten sich gar nicht mehr…ich habe nicht gezählt, aber es müssen so um die vier Minuten durchgehender Applaus gewesen sein, da in der Zeit alle Blumen verteilt wurden und so weiter…es war gigantisch. Mein Blumenstrauß ist herrlich…er steht unten im Wohnzimmer und sieht einfach nur toll aus.

Das war ein Geschenk, das das Herz wärmt. Nicht der Strauß, nein, diese liebevolle Hingabe meiner Leute für die Sache. In diese strahlenden Gesichter zu sehen und die Aufmerksamkeit und den unbedingten Willen zu erblicken, diese Sache „wuppen“ zu wollen…einfach genial.

Das zweite Geschenk, das das Herz wärmte, kam am Mittwoch von meinem Kinderchor, bzw der Elternvertretung.

Ich bekomme jedes Jahr eigentlich was Tolles…meist etwas, das man hinhängen kann oder mal eine total tolle Schale…sie treffen eigentlich immer meinen Geschmack. Aber dieses Jahr haute es mich schier aus den Latschen! Ich hatte die letzten beiden Proben ausfallen lassen, weil ich so im Stress war, dass ich alles absagte, was nicht wirklich wichtig war. Und da die Kinder keinen Auftritt mehr dieses Jahr haben, hatte ich mich entschlossen, bis zur letzten Probe im Jahr zu pausieren. Die Kinder hatten einen Info-Zettel bekommen, auf dem notiert war, dass die letzte Probe stattfand. Und ALLE waren gekommen! Sie ließen mich wirklich nicht im Stich. Wir sangen Weihnachtslieder, ich überraschte die Kinder mit einem kleinen Weihnachtsgeschenk…und dann kam eine der Mütter herein, die quasi als Elternbeirat des Kinderchores fungierte. In der Hand hatte sie einen Bilderrahmen. Ich war schon SEHR gespannt…

Als ich den Rahmen umdrehte, strahlte mir ein Ölbild entgegen…viele Linien, mit Strasssteinen verziert, in der Mitte groß der Name des Chores und eine große 2008….die Linien entpuppten sich als Fingerstriche, die alle mit einem Fingerabdruck unten endeten…jedes Kind hatte eine Linie gemalt und verziert…das Bild sieht SO toll aus!!! Und es ist so ein persönliches Geschenk, dass mir echt die Tränen kamen. Sie hatten sich richtig Mühe gemacht. Die Kinder strahlten, weil ich strahlte und eine sagte dann: du, auf der Rückseite ist noch was! Und ich fand eine Karte mit einem Gutschein über knapp 100 Euro für meinen Lieblingsfotohändler in MAINZ! Da ist also eine Mutter extra nach Mainz gefahren! (ist eine gute halbe Stunde von uns weg)…ich war hin und weg…

Das sind so Sachen, die mich strahlen lassen, die mir die Sonne ins Herz setzen.
Den hohen Geldbetrag hätte es gar nicht gebraucht, die herzlichen Worte, die die Beirätin für meine Arbeit fand, dieses total persönliche Geschenk und dann noch die Gedanken, was ich wohl am tollsten fände und damit der Gutschein für meinen Fotohändler…das war einfach unglaublich!

Mit Hirn und Herz geschenkt…das sind Dinge, die mir das Herz wärmen. Immer wieder.

In dem Sinne wünsche ich euch eine wunderschöne besinnliche Rest-Adventszeit, ich denke, ihr hört noch vor Weihnachten nochmal von mir. 😉

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Manchmal bin ich SO blöd…

13. Dezember 2008 at 15:12:14 (Allgemein)

Ja, manchmal bin ich SO blöd…es ist kaum zu beschreiben.

Ich sitze dann immer selbst da und schüttele über mich den Kopf.

Ich schrieb ja schon, dass ich gerne Dinge vergesse, dass ich mir alles aufschreiben muss, weil ich sonst zu verpeilt bin und die Hälfte vergessen geht…aber dass das nun schon in meiner Ehe Einzug halten muss, weil ich sonst Dinge vergesse, das ist schon ziemlich übel!

Gestern Abend war so ein Moment, wo ich wirklich dachte: ohwei, Dana, nu gehts mit deinem Hirn zu Ende.
Mein Mann hatte diese Woche genau erklärt, wann er wie zu Hause sei. Am Mittwoch musste er auf Donnerstag nach Luxemburg, um dort bei seinem Projekt zu sein und es zu betreuen, am Wochenende hatte er ein Managermeeting irgendwo…alles eigentlich klar und mir auch früh genug gesagt. Am Mittwoch war das auch kein Problem, ich war ja bei Tom und war dann abends so müde, dass ich zu Hause noch kurz online ging und dann ins Bett. Dann kam er ja abends nach Hause, wir schauten mein Fotobuch an, das inzwischen angekommen ist (sooooo schööööööööööön!!), guckten noch was im Fernsehen…und am nächsten Morgen war er weg wie gewöhnlich…

Ich sprach mit Tom noch drüber, dass mein Mann am Wochenende ja wieder weg sei, aber irgendwie habe ich es nicht auf die Reihe gekriegt, dass das ja DIESE NACHT war! Und was tat ich? Ich dachte mir:
„Och, machste es ihm heute Abend schön, kochst was Feines, er hatte ne harte Woche…“
Ich stellte mich also gegen halb acht in die Küche, brutzelte drauflos, freute mich auf sein erfreutes Gesicht…gegen zehn vor acht bin ich dann doch mal ans Telefon:
„Sag mal…wo bist du denn?“
„Ähm…äh…im Hotel in ***?“

—–

NEEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN!

Oh mann, es ist doch kaum zu glauben.
Ich kochte, ich bereitete alles vor…nur um dann da zu hocken und mich wieder daran zu erinnern, dass mein Mann ja von HEUTE auf MORGEN nicht da sein würde…mein Mann machte die Situation nicht besser, als er fragte, was es denn gebe und dan, als ich es ihm gesagt hatte, in Geheule ausbrach, wie gerne er doch lieber jetzt bei mir am Tisch säße.

Nach einem kurzen Gespräch legte ich dann auf…

Und ich sag euch…das ist richtig bescheuert. Denn dann fühlt man sich plötzlich richtig hart alleine. Total einsam.
Man sitzt da und die Stille um einen herum erdrückt einen fast. Mir stiegen die Tränen hoch und ich bemitleidete mich füüürchterlich selbst.

Naja…heute Morgen hatte ich eine sehr anstrengende Probe, da morgen das Konzert ist, da habe ich abschalten können und nachher kommt er ja schon heim. Am Montag muss er schon wieder weg…aber DAS behalte ich mir diesmal.

Meine Idee, einfach NIE mehr zu kochen, damit mir das nicht nochmal passiert, fand mein Mann übrigens nicht so prickelnd. 😀

Versteh ich gar nicht…

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Braucht man im Winter Heizungen?

11. Dezember 2008 at 21:12:45 (Allgemein)

Ach was!

Braucht man doch nicht.

Oder?

Also…es ist ja noch nicht UNTER Null, wer wird denn da Weichei sein und schon die Heizung betätigen???

So oder so ähnlich dachte wohl der HeizungsSPEZIALIST, der gestern kam und unsere absolut perfekt funktionierende Heizung wartete.
Die Heizung muss jedes Jahr einmal gewartet werden, wegen gewisser Werte, der Kessel muss neu befüllt werden, da immer Wasser abhanden kommt etcpp.

Ich bin eine absolute Frostbeule. Für mich ist schon im September meist Sense mit der Außentemperatur. Ich friere dann schon los, bibbere vor mich hin und flehe den Außensensor unseres Hauses an, dass er doch Gnade walten lassen möge und mir die Heizung anschmeiße! Ich hasse die Kälte. Mir zieht sich da immer alles zusammen, ich kriege Krämpfe, worauf ich mich nur noch mehr verspanne. Kuschelige, trockene Wärme ist gut.

Nun kam gestern der Heizungsfritz.
Er kam zwei Stunden zu früh und holte mich damit fast aus der Dusche, ich war gerade fertig geworden, als es klingelte. Jogginanzug an, Handtuch um die Haare und schnell aufgemacht.
„Ui…Sie sind ja schon da? Sorry, aber ich war gerade duschen.“
„Ja, isch habb mir gedacht, kumm isch glai, hab grod Zeit.“

Wie gut es war, dass er schon so früh kam, zeigte sich mir später.
Ich bot ihm einen Kaffee an, den er dankend annahm und fragte, ob ich dabei bleiben müsse oder wieder gehen könne.
„Nene, isch muss jo nur do annen Kasten do hinne.“
„Ähm..nicht auch an den Kessel?“
„Wieso?“
„Weil der bisher jedesmal aufgefüllt wurde, da er sich immer etwas entleert?“
„Ouh, des steht net in meiner Auftragsliste…awwä isch konn nachgugge.“
„Ja, danke.“ (Wie nett von ihm, hatten wir es der Firma doch nur an die 2396325456 mal gesagt.)

Ich ging also nach oben, um mich fertig zu machen und ordentlich anzuziehen. Nach eineinhalb Stunden, ich hatte auch noch am PC das ein oder andere gemacht, ging ich doch mal nach unten, um zu gucken, was er da machte. Er telefonierte.
„Und, wie siehts aus?“
Bedenklicher Gesichtsausdruck. Sowas HASSE ich bei Monteuren, Mechanikern oder anderen Leuten dieser Berufssparten. Bedenkliche Gesichtsausdrücke!! Das bedeutet meist Geld oder ähnliches.
„Naja…isch habb Ihne jetz den Kessel uffgefüllt…mensch, der war escht leer!“
(SAGTE ICH DOCH, MEINE HERRN!)
„Unn dann habbisch Ihne jetz also des Gerät geappdeitet unn nun mussisch’s grod noch abgleische unn formatiere…“
Abgleichen und formatieren?? Ähm…warum? Naja…ich sagte ihm, dass ich nicht mehr soo viel Zeit hätte und ließ ihn weiter machen.

Nach einer halben Stunde guckte ich nochmal. Er am Telefonieren.
„Ähm…entschuldigen Sie, ich MUSS wirklich jetzt weg, was gibts denn, das so problematisch ist?“
„Der C-O-Wert stimmt net! Alldiweil habbisch Ihne des jetzt dursch laufe lasse“
(Was auch immer er hatte durchlaufen lassen…)

Kurze Zeit später packte ich meine Sachen, zog meine Jacke an und klimperte mit dem Schlüssel, auf dass er merke, wie verspätet er sei. Ich hörte es dann unten auch grummeln und kruschteln und der Herr erschien.

Soweit so gut.

Ich ging also nun davon aus, dass meine Heizung funktionierte.
Gestern Abend war ich bei Tom (bei dem es auch füüürchterlich kalt ist), allerdings hatte sein Wohnzimmer, in dem wir uns die meiste Zeit aufhielten (NEIN, den Rest der Zeit waren wir in KÜCHE und ESSZIMMER, meine Güte!) eine schöne Temperatur und dank Kissen und einem Gaskamin (witzig…es schlagen sogar echte Flammen hoch) war es für mich Frostmaus warm genug. Als ich dann zu Hause in mein Bettchen fiel, war die Temperatur im Haus noch soweit ok, dass es mir nicht auffiel.

Als ich heute Morgen aufwachte, war mir eiskalt.
Toll. Ich habe demnächst so viele Gesangsauftritte, ich kann mir keine Unterkühlung leisten! Ich schlüpfte bibbernd ins Bad…KALT. Wasser…lauwarm. Höchstens. Ich war noch zu müde, um den wichtigen Grund dafür zu erkennen…dann ging ich an die Arbeit in meinem Büro. Da dort eh immer das Heizöfchen mitläuft, war mir warm. Als ich dann mittags zum Unterrichten in den Keller ging, schlug mir eine EISESkälte entgegen. Ich griff an die Heizung. Kalt. Eiskalt. Die Polarkreise sind gemäßigte Zone gegen unseren Keller!

Neinneinnein….ich lief durchs Haus. Jede Heizung, an die ich griff, war eiskalt. Die Rohre: eiskalt.
Ich zog mir schimpfend noch eine Schicht an, packte meinen Ofen und stellte ihn im Studio auf, damit die Schüler nicht am Flügel festfroren und rief meinen Mann an. Der hatte die Nummer der Firma nicht im Handy (ich wusste nichtmal, wie die Firma hieß) und sagte, er mache es morgen früh.

Gut, bis dahin bin ich wahrscheinlich totkrank und erfroren…gut, wenn ich erfroren bin, ist totkrank auch wurscht…

Und das MIR, die den Beinamen „Madame Frost“ hat (und den Namen habe ich nicht, weil ich so unterkühlt wirke!!)! Und das nach einer WARTUNG einer funktionierenden Heizung!!!

Ich werde heute Abend bibbern…und wie ich die Nacht in dem eiskalten Zimmer überstehen soll, weiß ich auch nicht… *wein*

Ja, HABT MAL MITLEID!!

*zitter*

Wer einen warmen Gedanken übrig hat, der darf ihn mir schenken…

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