Verbranntes Gesicht, Weihnachtsmarkt-Fotos und ein gelungener Gesangsauftritt

21. Dezember 2008 at 02:12:49 (Allgemein)

Hach, Leute…

So anstrengend die Vorweihnachtszeit auch ist, so SCHÖN kann sie doch auch sein…und glücklich kann sie machen!

Von zwei dieser schönen Dinge möchte ich euch gerne berichten (und von einer weiteren Dana-Dummheit…aber dazu später).

1. WEIHNACHTSMARKT + Fotos:

Ich war mit meinen Mädels von meinem Mädchenensemble auf dem Weihnachtsmarkt bei uns in der Nachbarstadt. Da wir am Sonntag ja das anstrengende Konzert hatten, gönnten wir uns mal eine Pause und ich gab auf dem Weihnachtsmarkt einen Kinderpunsch aus. Zwar sind eigentlich alle schon alt genug, Glühwein zu trinken, aber irgendwie wollte keine – also Punsch. Ich hatte meine Kamera dabei, weil ich noch eine Serie Details schießen wollte. Und auch bei diesem Weihnachtsmarkt war es wieder so, dass jeder ehrfürchtig aus dem Weg ging und uns durch ließ. Für die Mädels war es der Heidenspaß, sie fühlten sich enorm wichtig.

Es war unglaublich voll dort, weil es ja nur noch ein paar Tage bis Weihnachten sind und alles irgendwie nochmal hin rennt. Wir ja auch. 😀 Aber es war schon wieder sehr witzig, dauernd „Presse!“ raunen zu hören und zu sehen, wie viele sich ins Licht der Öffentlichkeit rücken wollten. Der Darmstädter Weihnachtsmarkt ist nicht so schön wie der Aschaffenburger. Das liegt zum Großteil daran, dass die Stände total unordentlich sind. Alles liegt auf dem Haufen, nichts ist liebevoll drapiert…da habe ich mich fast aufgeregt, weil DANN Details zu schießen, doch ziemlich schwer war.

Trotzdem sind einige schöne Bilder entstanden, wie ich finde. Hier mal ein paar aus der neuen Serie:

Großmutters Bonbondosen:

Engelchen:

Krippenszene:

Glasbläserei-Fenster:

Glasbläser:

War echt ein schöner Abend. =)

2. Hochzeit, die ich mit meinem Gesang verschönern durfte.

Im Sommer schon hatte ich die Buchung erhalten für den 20. Dezember in einer der großen Kirchen der Nachbarstadt ein „Ave Maria“ bei einer größeren Hochzeit zu singen. Ich freute mich drauf, da die Kirche total klasse ist und es doch eine größere Sache war. Das ist dann immer gut für den Bekanntheitsgrad. Noch mehr freute ich mich, dass ich vor ein paar Tagen gesagt bekam, wer der Organist sein sollte. Der Regionalkantor des Bereiches Südhessen. Das ist für die Kirche was „Berühmtes“, jemand, der 1. weithin bekannt ist, 2. große Chöre dirigiert und 3. Solisten engagiert, wenn er große Konzerte mit Chören und Orchestern macht!

Ich dachte mir: Dana…das ist ne große Chance…sing so gut du kannst, er MUSS hören, dass du gut bist…vielleicht merkt er es sich…und wenn er mal eine Solistin braucht und auf seiner Solistenliste keine Zeit hat…oder so…

Ich sang mich also heute gut ein, da ich ein wenig erkältet bin und nicht wollte, dass das irgendwie zu hören ist und dann machte ich mich auf den Weg. Normalerweise bin ich nicht aufgeregt, heute war ich es, weil einfach viel dran hing, dass ich gut war. Um halb vier traf ich mich mit dem Regionalkantoren vor der Kirche. Er kannte mich noch von früher, als ich so 18, 19 war, da sang ich in einem seiner Chöre – eine unter vielen. Seitdem hatte er mich nicht mehr gehört. Ich hatte total Herzklopfen, mei, dabei singe ich nun schon wirklich eine Weile! Und dann war es erstmal voll peinlich…

Die riesige Orgel ist nämlich oben an der Wand. Das heißt, um da hoch auf den Orgelbalkon zu kommen, muss man zwei Stockwerke in der Außenmauer der Kirche hochlaufen. ER schritt schnell voraus, ich huschte hinterher…er setzte sich an die Orgel…doch ich war erstmal am Schnaufen, weil zwei Stockwerke schnell zu laufen nun mal nicht einfach so an einem vorbei gehen. Und dann einen langen Ton singen??? Unmöglich. Ich begann, brach ab…versuchte es nochmal…brach ab. Es ging einfach noch nicht. Ich bat um noch zwei Minuten Pause, damit der Puls runter gehen könnte…er schaute mich an, als wolle er sagen: naja…ich glaub ja nicht, dass es dann besser geht…

Doch es GING dann besser! =)
Seine Frau kam zufällig genau in dem Moment hoch (was war ich froh) und musste ein paar Dinge mit ihm klären, so dass ich in Ruhe ausschnaufen konnte. Daraufhin schaute er mich an:
„Ok, jetzt?“
„Japp!“
Er begann das Vorspiel, ich setzte ein…und sagte mir, dass nun alle Seele in meine Stimme fließen müsse….und das tat sie. Nach einer Strophe brach er ab:
„Ja…hey….suuuper! Da brauchen wir nicht weiter proben, das wird nachher gut gehen.“

Ich strahlte. Er guckte mich an, kniff die Augen zusammen und fragte:
„Sag mal…singst du auch sonst auf Hochzeiten und so?“
„Ja…schon.“
„Und was für Anlässe noch?“
„Naja…Beerdigungen, kleine Konzerte…was so anfällt…“
„Würdest du auch größere Solistenparts lernen? So bei Messen zum Beispiel?“
„Ähm…ja klar!“
„Wäre es ok, wenn ich dich in meine Solistenkartei aufnehme? Deine Stimme ist sehr schön.“

Leute…wäre ich nicht so hoch oben und wäre es nicht so eng und gleich steil abschüssig gewesen, ich wäre rumgesprungen!
Das war ja NOCH besser als ich gehofft hatte!! Die Solistenkartei ist eine richtige Ehre, man wird für größere Konzerte gebucht, singt als Solist mit Chören und Orchestern!! Das ist für mich als Sängerin natürlich echt erste Sahne. Ich bin vor Begeisterung fast geplatzt.
Als dann die Trauung war und mein Lied dran kam, warfen die gesamten Leute unten bei den ersten Tönen von mir die Köpfe herum…auch ein total tolles Gefühl…und dann legte ich all meine Gefühle in das Lied…ich sang mit geschlossenen Augen, formte die Töne…und als das Ave Maria herum war, bekam ich ein „ganz großartig – wundervoll!“ vom Regionalkantoren.

Es ist wirklich ein tolles Gefühl, wenn man etwas unbedingt wollte und es geschafft hat…und wenn man Leute glücklich macht (viele sagten mir hinterher, wie schön es war und wie sehr sie es genossen haben). Hach toll.

Dabei sah ich heute unglaublich schlimm aus. 😀

Und damit kommen wir zu dem nicht so schönen Punkt, der erneuten Dana-Dummheit:
Ich habe mir gestern das Gesicht und das Dekolleté fürchterlich verbrannt.
Ich hatte gestern Appetit auf Pfannkuchen und machte mir einen zu Mittag. Da ich gute Laune hatte, war ich voller Elan…und genau so drehte ich auch meinen Pfannkuchen um…und das heiße Öl unten drunter spritzte hoch…und mir mitten ins Gesicht und in den Ausschnitt. Ich schrie Zeter und Mordio, ließ die Pfanne fallen und rannte ins Bad. Dort machte ich ein großes Handtuch komplett mit kaltem Wasser nass und legte es mir auf die Haut. Es tat unglaublich weh, ich heulte laut herum.

Ich rief meine Schwester an, da die medizinische Kenntnisse hat und fragte, was ich noch machen könne.
Kühlen, kühlen, kühlen! KEINE Salben drauf und beobachten! war die Antwort. Genau das tat ich ja schon, also machte ich damit weiter. Nach einer Weile war mein Gesicht stark angeschwollen, die Stellen waren enorm rot und es tat so weh, dass ich nicht mal den Mund bewegen konnte. Gottseidank war nichts ins Auge gelangt, das wäre schlimm gewesen, aber einen Zentimeter neben dem Auge waren Spritzer zu sehen.

Bis abends war die Schwellung abgeklungen und die Rötung etwas zurück gegangen, heute sind die Stellen verkrustet.
Im Dekolleté hatten sich zwei Brandblasen gebildet, die heute aufgegangen sind…sehr lecker. Ich sehe momentan aus wie ein pubertierender Teenager…und das musste ich heute doch mehrfach erklären, da man mich öfter sehr irritiert anstarrte. 😀

Naja, es wird schon. Die Freude über die letzte Zeit trübt es mir nicht. =)

Werbeanzeigen

Permalink 3 Kommentare