Vor flitzenden Katzen sollte man sich hüten!

23. Mai 2009 at 20:05:15 (Allgemein)

Was eine Aufregung.

In unserer Nachbarschaft wohnt eine sogenannte Glückskatze.
Glückskatzen sind dreifarbig, gescheckt quasi, mit weißen Bereichen dazwischen und total niedlich. Seit gut einem Jahr wohnt diese Katze nun irgendwo in einer unserer Nachbarstraßen und seitdem LIEBT sie unser Haus. Sie kam schon als kleines Viech immer wieder zu uns, schlich auf der Terrasse herum, drückte sich an die Haustür…aber wehe, wir wollten in ihre Nähe, dann raste sie davon, zickzack…und über die Straße.

Für uns war das dann natürlich etwas schwierig, da wir nicht wollten, dass sie kopflos über die Straße rennt. Anfangs haben wir uns also immer sehr vorsichtig bewegt, versucht, sie nicht anzuschauen, wenn sie wieder mal wieder vor unserer Türe war, aber dann kam sie doch immer mal näher. Mein Mann und ich sprachen uns ab, dass wir auf KEINEN Fall füttern, damit sie nicht bleibt, da ich eine Katzenallergie habe, mein Mann Katzen nicht sooo gerne mag (auch wenn er nichts gegen sie hat – aber halt als Haustiere nicht so) und sie ja schließlich jemandem gehört. Allerdings scheint die Katze das anders zu sehen. Sie maunzte uns immer an, wenn wir kamen oder gingen und irgendwann war dann der Moment, in dem ich sie streicheln durfte. Ich hockte mich hin und sie kam zu mir. Das Süße: sie maunzt total hoch. Obwohl sie inzwischen schon größer ist, maunzt sie immer noch wie ein Katzenbaby, ich muss da immer schmunzeln, ist schon niedlich.

Trotzdem: neinnein, nicht ins Haus, nicht dass sie sich dann da irgendwann noch wohl fühlt und dann doch bleiben will.

Aber auch das sah die Katze damals anders. Sie hat wirklich JEDE Möglichkeit genutzt,  ins Haus zu huschen und wenn die Türe nur kurz offen war. Anfangs traute sie sich noch nicht, wenn wir in der Nähe der Türe waren, inzwischen ist sie da dreister. Ist die Terrassentüre offen, ist sie über kurz oder lang immer drin. Wenn ich manchmal heim komme und mein Mann schon da ist, liegt sie auf dem Teppich im Wohnzimmer und freut sich. Essen bekommt sie von uns immer noch nicht, einfach weil wir uns auch nicht binden wollen. Katzen laufen ja gerne zu, suchen sich ihre „Herrchen“ gerne mal aus…aber da sie nicht verhungert, geht sie wohl auch immer wieder zurück dahin, wo sie her kommt.

Das Problem ist allerdings, dass wir es manchmal nicht mitbekommen, dass sie im Haus ist. Denn EIGENTLICH rechnen wir nicht mit ihr, was wir langsam aber mal sollten, denn es ist nun schon zweimal passiert, dass wir sie irgendwo eingesperrt haben und ich nur irgendwann ein klägliches Maunzen hörte und mein Mann genervt sagte: „Ach…isse mal wieder drin…“ Letztens habe ich mich sehr erschrocken, komme ich doch in mein Büro und in dem Moment saust mir ein geölter Blitz entgegen! Fast hätte ich die Teetasse fallen lassen. Nun passen wir etwas besser auf, dass das Viech nicht hinein kommt, wenn wir das nicht wollen. Ist zwar nervig, aber geht ja nicht anders.

Aber dieses Tier ist mehr als schlau. Sie weiß inzwischen, dass sie zur Haustür auf KEINEN FALL rein darf. Natürlich ist dann gerade DIESE die Lieblingstür und sie hat es sich zum Sport gemacht, uns auszutricksen. Manchmal versteckt sie sich, wenn wir heimkommen, um dann mit einem riesigen Sprung über die Beete, zwischen unseren Beinen hindurch, hinein zu flitzen. Unglaublich. Doch inzwischen wissen wir auch DAS und gucken genau hin. Keine Chance, Türe vor der Nase zu. Kontrolliert durch die Terrassentüre darf sie ja ins Wohnzimmer, aber halt auch NUR ins Wohnzimmer, mal für eine Streicheleinheit und dann wieder raus. Anscheinend ist ihr das zu wenig.

Gestern nun erwischte sie mich in einem schwachen Moment. Bei uns ist es Usus, dass, wenn Nachbarn nicht zu Hause sind, andere Nachbarn Pakete aufbewahren, die die Post bringt. Eigentlich in allen umliegenden Häusern. Man geht dann später und bringt das Päckchen rüber oder derjenige kommt selbst und holt es, hat er ja eine Benachrichtigung im Kasten, dass das Abzuholende bei jemandem aus der Straße ist. So auch gestern. Gegenüber von uns wohnt eine sehr liebe griechische Familie mit einem kleinen Jungen. Der durfte gestern dann zu uns rüber und das Päckchen, das wir aufbewahrt hatten, abholen. Ich öffnete die Türe, gab es ihm, unterhielt mich schnell noch über die Straße kurz mit der Mutter des Jungen, als ich zwei Augen zu ihren Beinen sah. Doch so schnell konnte ich gar nicht reagieren. Mit zwei langen Sätzen jagte die Katze über die Straße, übersprang unseren Einmeterzaun mit einem Sprung, setzte über unsere vorderen Büsche und huschte mir zwischen den Beinen durch, indem sie den Jungen fast umrannte. Meinen Schrei „NEIN!!!!“ überhörte sie geflissentlich und bremste erst an der Treppe zum Keller ab.

ARGH…..grrrrrrrrrrrr…..ich war sauer. Ich verabschiedete den Kleinen, der sich ziemlich erschrocken hatte, mit einem tröstenden Wort und rannte dem Tier hinterher. Es war auf dem Weg in den Keller. Nun haben wir offene Marmorstufen, die rutschig sind und für so ein kleines Wesen durchaus absturzgefährdend. Zudem ist sie ja noch so furchtbar neugierig! Sie schlich direkt an die gefährlichste Stelle (Geländer, dahinter geht es fast zwei Meter runter) und mein Rufen ignorierte sie. Daraufhin scheuchte ich sie wieder hoch, was sie mir übel nahm und ins Wohnzimmer stürzte. Dort sprang sie erstmal genüsslich auf die Couch, was sie AUCH NICHT SOLL und kroch dort unter meine Kuscheldecke. Sehr toll, wenn ich als Allergikerin dann abends wieder drunter liegen will. Ich lupfte also die Decke und sie guckte mich an.

Maaaunz?
„DU WEISST GENAU, WAS DU GEMACHT HAST, DU UNTIER, ALSO TU NICHT SO UNSCHULDIG!“
Maaaaaaaaauuuuuuuuuuunz……

Ich bin einfach kein Katzentrainer. Wir versuchen wirklich ihre Besuche zu vermeiden, aber sie schafft es einfach immer wieder, an uns vorbei zu kommen. Wirklich beharrlich.

Als sie dann flott und ladylike auf die Fensterbank hüpfte (über die Couchlehne hoch), da hatte ich genug. Ich scheuchte sie schimpfend runter, nachdem ich vorher versucht hatte, sie einfach nur einzuladen, das Haus zu verlassen, und jagte sie nach draußen. Sie übersprang die Türschwelle der Terrassentür, blieb sofort stehen, setzte sich und sah mich vorwurfsvoll an.

Eija…mei, was soll ich denn machen, du Viech…. 😦

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Von Prominentenkonversationen, Blitzern, purem Glück und Regenbögen

18. Mai 2009 at 13:05:49 (Allgemein)

Aufgrund von Zeitmangel kommt hier mal wieder eine Wochenzusammenfassung – viel Spaß beim Lesen. 😀

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Prominentenkonversation

Witzig, was man manchmal erlebt.

Ich war letztens in Mannheim, wollte dort selbst gemalte Porzellantassen abgeben, war spät dran und rauschte um eine Ecke.
WUMMS – KLIRR…
Ein verschrecktes braunes Augenpaar guckte in mein verschrecktes braunes Augenpaar. Die darauf folgende Konversation war sehr…nett… 😀

ICH (erschrocken) *starr*

SIE (ebenfalls erschrocken) *auch starr*

ICH: ähm…oh…

SIE: oh…äh…

BEIDE: *völligst benommen starr*

SIE: meine Güte, tut mir das leid, ich hoffe, es ist nichts kaputt gegangen…

ICH (noch etwas verwirrt): wir gucken einfach mal nach…

ICH: also…ich glaube, es ist alles heil geblieben…

SIE: huh, Glück…tut mir echt leid.

ICH (immer noch verwirrt): Ähm…sind Sie….

SIE: jaja…

ICH: ah…na, ging ja alles gut.

SIE: haben Sie die gemalt?

ICH: japp.

SIE: wow…sieht gut aus.

ICH (verlegen): danke…also…ich werd dann mal, bin schon etwas spät…

SIE (auch etwas verlegen lächelnd): ja, viel Erfolg noch – und sorry nochmal!

ICH: ja, kein Problem, ist ja nichts passiert! Tschüss und noch viel Spaß hier!

SIE: danke! Ciao!

….naja, ist ja auch etwas irritierend, wenn Franzi van Almsick in einen reinrennt. 😀  😀  😀

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Blitzer – oder „manchmal sind Autofahrer ja ganz nett!“

Als ich gestern meine Freundin besuchen wollte, war ich schon total entnervt von den vielen Baustellen, die es auf dem Weg gibt. Und natürlich fuhren mal wieder alle anderen Autofahrer UNMÖGLICH, nur ich war die perfekte Wagenführerin, wie das ja immer so ist. 😉 Aber mal ehrlich…wenn Autofahrer nicht in der Lage sind zu sehen, dass ein Ausscheren für den von hinten schnell herankommenden Wagen ein Problem darstellen könnte, dann weiß ich echt auch nicht mehr. Es gibt Leute, die scheren aus, zwingen einen dadurch zu einer Vollbremsung, gurken dann mit knapp 100 Sachen 10min neben dem anderen Wagen her…und erst, wenn man nahe am Nervenzusammenbruch ist, wird Gnade gezeigt.

Oder solche, die wieder nach rechts zurück fahren, so tun, als wollten sie dich vorbei lassen, dann auf der rechten Spur so beschleunigen, dass es dir schwer fällt, nachzuziehen, nur um dann ganz knapp vor dir wieder nach links zu kommen, um sich dann einer Schildkrötengeschwindigkeit anzupassen…

Naja, ich hatte es eilig und war von solchen Spezies schon ziemlich angenervt, als auf einer Brücke sich plötzlich ein roter Audi vor mich setzt und mich voll ausbremst. Mei, war ich sauer. Ich schimpfte vor mich hin und sah, wie sich auf der Rückbank einer zu mir umdrehte und grinste. Das machte mich natürlich rasend. Ich fluchte und zog sauere Grimassen, ich raufte mir die Haare und überlegte, welche Foltermethoden ich dem Fahrer des Wagens vor mir angedeien lassen könnte…der fuhr aber auch nicht schneller!!! Ich fuhr etwas näher heran (aber nicht zu dolle) und wollte halt einfach vorbei…aber er ließ mich nicht!!! AAAAAAARGH!!!!!gnaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!! Ich wurde innerlich zur Furie, schnaufend, Hufe scharrend…dazu noch das „rote Tuch“ vor mir…es fehlte nur noch der Ring durch die Nase (das erlaubt mir mein Mann aber niemals….)…und das alles verschlimmerte noch die Tatsache, dass die vor mir einen Riesenspaß damit hatten, dass sie mich so sauer machten. Man konnte es sehen, was für mich natürlich der letzte Funke zum Flächenbrand war.

Ich saß so also schimpfend in meinem Auto, als….tja….

….als wir an einem sehr versteckten Blitzer vorbei kamen….ich hatte vorher irgendwie das 80-Schild überlesen und wäre sicher mit 120 oder schneller durch diese Stelle gerauscht…was mich meinen Lappen gekostet hätte.

Kurz nach dieser Radarfalle, fuhr der rote Audi wieder nach rechts, kurbelte das Fenster hinunter und mit einer ironische Geste gab er den Weg frei. Jaaaaaa….ich weiß, ich bin sehr temperamentvoll, aber ich kann auch Fehler zugeben. Ich fuhr also links auf gleiche Höhe, ließ meine Scheibe runter und brüllte rüber, dass ich mich bedanke und meine Teufelshörner absofort abzulegen gedenke. Kreischendes Gelächter aus dem Wagen – alles hatte sich wirklich sehr amüsiert. 😉 Ich fand es im Nachhinein echt sehr nett, dass der Audi wirklich vor mir geblieben war…er hätte ja auch wieder rüberziehen und mich voll reinrasseln lassen können, so wie ich mich aufgeführt habe. 😀

Es gibt schon nette Autofahrer. Ja, die gibt es.

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Pures Glück!

Ich könnte durchdrehen!
Auf VOX gibt es doch die Sendung „Menschen, Tiere und Doktoren“.
Die schaue ich, wenn ich Zeit habe, immer gerne an. Besonders ein Reportageteil hat es mir angetan: Dr. Matthias Reinschmidt und der Loroparque auf Teneriffa. Dieser Park ist so TRAUMHAFT! Er ist toll geführt, er hat begeisterungsfähige Mitarbeiter und die Tiere haben es da wirklich gut. Dazu noch diese wundervolle Lage…hachja.

Seit JAHREN will ich da mal hin, es ist ein Traumziel, das bisher immer in weiter Ferne schwebte, weil mein Mann nicht gerne fliegt und wir die letzten Jahre dann immer in den Nachbarländern (Frankreich, Italien) rumgetourt sind. War auch schön, aber dieser Traum ist geblieben.

Meine Schwester hat seit ein paar Monaten einen neuen Job. Sie ist Leiterin des Kleintierbereiches in einem neuen und sehr großen Zoogeschäft bei uns in der Nähe. Dort haben sie auch Papageien und seit neuestem sogar zwei große Aras. Die sind mit 15.ooo Euro pro Stück sehr teuer und werden sicher eher dort im Zoogeschäft leben, weswegen sie eine richtige schöne Landschaft gebaut bekommen haben. Lieferant der ganzen Papageien ist der Loropark und nun hat meine Schwester die Möglichkeit, dort hinzufahren!

UND ICH DARF MIT!!!!!!!!!

Eine Woche Teneriffa, 5-Sterne-Hotel mit täglichen Führungen durch Bereiche des Loro-Parques!!! Wir dürfen hinter die Kulissen sehen und mit Dr. Reinschmidt zusammen arbeiten!!! Ich darf fotografieren, wie ich Lust habe und komme überall hin! Ich bin so unglaublich begeistert und freue mich so riesig, dass ich noch gar nicht weiß, wie ich Luft holen soll…

ICH FREU MICH SO!!!!

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Regenbogen

Als ich gestern mit meiner Freundin Sylvi über das Glück und über andere Dinge redete, stellten wir fest, dass die Traurigkeit und die Probleme vieler Menschen immer mehr zunehmen. Nicht umsonst haben Psychologen immer mehr zu tun, die heutige Welt scheint für viele Menschen ein wirkliches Problem zu sein.

Und da überlegten wir mal, wie man dem entgegen gehen kann…und wie wir das denn machen, denn wir beide sind eigentlich glückliche Menschen, auch wenn es durchaus immer mal schwierige Situationen gibt. Und wir fanden für uns heraus, dass ein wichtiges Mittel gegen Melancholie und Dauertraurigkeit, Abgespanntheit und negativen Stress das ERKENNEN von den schönen Kleinigkeiten ist. Für mich sind das alle möglichen kleinen Dinge, die einen zum Lächeln bringen und die das Leben doch immer wieder verschönern.

Sei es eine kleine Blume (mitgebracht von meinem Mann oder am Wegesrand entdeckt),  oder ein Moment, wo die Sonne durch die Wolken kommt…oder ein nettes Kompliment, oder ein lieber Telefonanruf, oder ein rockiger Song, zu dem man im Büro mal voll „abdanced“… Es ist wichtig, die Missstände zu sehen, aber man darf sich von ihnen nicht überrollen lassen, sonst sieht man NUR noch sie und das Lebenslicht im Herzen erlischt…und das wäre SO schade…und leider kenne ich einige Menschen, die die Welt für schlecht und das Leben für blöd halten…oder andere, die wegen den Missständen richtig krank werden.

Das beschäftigt mich nun seit dem Gespräch und ich wünsche allen, die andauernd Schwierigkeiten sehen oder Berge von Problemen…dass sie nie die Kleinigkeiten vergessen, die so schön sein können…

Ich möchte ein Beispiel von gestern erwähnen.

Ich war ja, wie schon gesagt, unterwegs und habe eine Freundin besucht. Bei der Heimfahrt goss es aus Kübeln, es blitzte, donnerte, war total dunkel, die Autos fuhren auch da zum Teil so unmöglich, dass ich mich, auch wenn ich es eigentlich lassen wollte, dauernd geärgert habe. Ich habe geschimpft und fragte mich, wie man solche Leute überhaupt auf den Verkehr loslassen könne. ZB scherte ein dicker Mercedes einfach auf glitschenasser Straße aus, OHNE ZU BLINKEN. Mich hat es fast aus der Bahn gehauen…mannmannmann!

Und dann kam es. Der Himmel riss plötzlich auf…und die Straße wurde hell erleuchtet.

Bad Mergentheim 008SF

(Nein, ich habe nicht beim Fahren durch den Sucher geguckt, sondern einfach mal nebendran mehrfach abgedrückt und gehofft, ich habe Glück. Die Straße war leer an der Stelle und ich war wirklich langsam wegen des Wetters…also nisch schimpfen…)

Und ein Regenbogen erschien am Himmel und ich sah, wie er in einem Feld „endete“…ich schrie vor Freude auf und betete um einen Parkplatz…einen Parkplatz mit FREIER SICHT und keinen Bäumen!!! Und ich bekam ihn! Schon nach 500 Metern war das P-Schild und ein Opel Vectra und mein Peugeot zogen fast gleichzeitig schnell rüber und fuhren auf den Parkplatz auf. Ich sprang aus dem Auto und bemerkte aus den Augenwinkeln, dass die Familie im Opel genau dasselbe tat. Ich rannte mit meiner Kamera zum Zaun…und JA…man konnte alles herrlich sehen!! Ich war richtig glücklich und machte die ein oder andere Aufnahme davon. Direkt neben mir stand schon jemand, ebenfalls mit einer großen digitalen Spiegelreflexkamera – ein junger Mann, der dann lachend zu mir rüberschaute.
„Hi!“
„Hi!“
Wir mussten grinsen und vertieften uns wieder ins Fotografieren.

Hier ein Bild von dem Regenbogen (ist immer etwas schwer aufzunehmen) für alle die, denen die Hoffnungslosigkeit und Traurigkeit momentan zu sehr im Herzen ist:

Bad Mergentheim 084SF

Solche Dinge sind einfach so wunderschön…und man steht da und bewundert die Farben…und denkt dran, wie schön es sein kann. Und dann ist es SO wichtig, nicht gleich ein ABER dahinter zu setzen, sondern es wirklich einfach zu genießen.

Noch ein anderes Bild von dem Tag:

Bad Mergentheim 094swSF

Ich wünsche euch allen eine wunderbare Woche…mit dem ein oder anderen Glücksmoment und der Fähigkeit, diesen auch zu erkennen… =)

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Von Therapien, Gesängen und neuen Fotos

14. Mai 2009 at 01:05:50 (Allgemein)

So…ne ganze Weile ist es her, dass ich geschrieben habe.

Irgendwie ist es schwer, einen Anknüpfungspunkt zu finden. Egal, was ich schreiben will, es wirkt natürlich alles SEHR banal gegenüber dem schlimmen Erlebnis von vor einem Monat. Doch heute sagte mein Patenkind zu mir: das Leben geht weiter…und das sehe ich als Zeichen, dass ich selbst auch mal wieder etwas schreibe und auch wirklich wieder den Mut für ein wenig Dana-Nonsens finden werde.

So ganz nonsens-ig wird es heute noch nicht, es sind in der letzten Zeit zwar einige Dinge passiert, aber jetzt nichts so absolut Witziges, tut mir leid. 😉 Auch Dana-Unfälle gab es keine…momentan passiert bei mir nicht so viel, weil ich seit vier Wochen täglich zur Therapie muss. NEIN, ich bin NICHT in irgendeiner Form süchtig, ich habe eine doofe Schmerzkrankheit, verbunden mit körperlich starken Beschwerden. Die haben sich über Jahre immer weiter gesteigert und waren am Schluss völlig unerträglich geworden. Wer nachlesen will: die Krankheit heißt „Fibromyalgie“. Auf jeden Fall wird das und auch die verursachenden und die Folge- Schäden momentan behandelt. Das heißt: jeden Tag dasselbe Prozedere, meine Schüler „liegen auf Eis“, ich habe jetzt vier Wochen wirklich Tag für Tag Anwendungen gehabt und stelle fest, dass es wirklich von Tag zu Tag besser geht. Ich bin also guten Mutes, dass ich mich irgendwann wieder völlig schmerzfrei bewegen können werde, auch wenn mein Krankheitsbild insgesamt nur gelindert, aber nie geheilt werden kann.

Da ich ein Stehaufweibchen bin, kann mich auch das nicht auf lange Sicht erschüttern, ich kriege das schon gebacken, gerade auch, weil meine lieben Freunde und mein Mann mir alle da durchhelfen und wirklich für mich da sind. =)

Ansonsten…was ist passiert, wenn ich daheim war?

Mein Mann war drei Wochen in Kur, so dass ich drei Wochen sturmfrei hatte. Sicher habe ich ihn ganz schön vermisst (an einem Wochenende, wo irgendwie jeder „außer Landes“ war und ich hier alleine saß, war ich dann mal richtig gefrustet), aber die meiste Zeit, wenn ich von der Therapie zu Hause war, hatte ich schöne Sachen vor mit meinen Freunden.

Letztens war ich mit einem guten Freund von mir bei uns in einer der Nachbarstädte im Zoo, wo ich im Terrarienbereich einige schöne Fotos habe schießen können. Hier mal ein paar Beispiele:

Vivarium mit Jan 161SF

Vivarium mit Jan 313SF

Vivarium mit Jan 327SF

Vivarium mit Jan 377SF

Vivarium mit Jan 467SF

Ich bin recht froh über die sich mir gebotenen Möglichkeiten. Die Tiere waren recht brav, sogar der Pfau hatte etwas gegen einen Widersacher und machte schön Rad. Was bin ich um ihn rumgestiefelt, damit ich ihn so kriege! 😀

Ansonsten hatte ich mal wieder auch etwas Musikalisches vor.
Ein großer 80. Geburtstag, für den ich zum Singen gebucht worden war, war heute. Ich sollte drei Lieder zum Besten geben und durfte mir die Titel selbst aussuchen. Ich sang ein deutsches Segenslied, von dem ich wusste, dass die Jubilarin es mochte, dazu noch „Somewhere over the Rainbow“ und „One Moment in Time“…und es machte mal wieder so richtig Spaß. Ich kannte viele Leute der großen Festgesellschaft und man begegnete mir mit viel Wärme und Freude. Dadurch konnte ich so richtig aufdrehen und alles geben, was ich konnte. Und es macht Spaß, wenn man sieht, wie Leute anfangen zu strahlen, zT leise mitzusummen…ja, das war richtig toll wieder!

Morgen muss ich dann wieder zur Therapie und mich quälen lassen…aber es hilft SO gut!

Somit ist mein Leben momentan alles andere als ereignisreich, weil ich wirklich jobtechnisch alles gestrichen habe, um mich ganz auf meine „Gesundung“ zu konzentrieren. Aber wird sicher bald wieder besser. 😉

Bis dahin euch alles Gute!

Dana

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